Archiv für den Monat: Dezember 2016

Meine Vorsätze für das kommende Jahr 2017!

Dieser Blogpost an sich ist eine Rarität, weil ich mir an Silvester grundsätzlich nie etwas vornehme, oder besser gesagt: vornahm. Wenn, dann handelte es sich eher um erzwungene „Vorsätze“, so nach dem Motto: du hörst auf zu rauchen sonst ist Schluss! Unnötig zu erwähnen, dass ich zuerst heimlich rauchte – und dann den Typ in den Wind schoss. Soviel zum Erzwungenen im Leben. Entweder es kommt freiwillig von Herzen oder es hat keinen Wert. Umso bedeutungsschwangerer also, dass ich mir folgendes zu Herzen genommen habe:

Aus meinem Herz keine Mördergrube mehr machen.
Wiktionary erklärt diese Redewendung folgendermaßen: andere Redewendungen, die für Offenheit stehen:

  • kein Blatt vor den Mund nehmen
  • etwas frank und frei aussprechen
  • das Herz auf der Zunge tragen
  • Klartext sprechen
  • frei von der Leber weg reden
  • mit etwas nicht hinter dem Berg halten
  • seiner Zunge freien Lauf lassen

Ärger und Frust für sich zu behalten, in sich hineinzufressen und die eigene, vielleicht unbequeme Meinung nicht zu äußern, bringt auf die Dauer nur Bauchschmerzen und macht buchstäblich körperlich krank. Damit meine ich aber ausdrücklich nicht: haten. Gestänkere ist einfach blöd. Noch blöder: Herzensangelegenheiten anderer madig zu machen. Hat keinen Stil. Ich habe meine Lektion aus der Vergangenheit gelernt. Sagte ich was ich dachte, bekam ich Schwierigkeiten. Hielt ich die Klappe und zog mich aus allem raus bekam ich ebenso Kritik. Fazit: ist doch egal was man macht, irgendwer zieht immer eine Fresse! Wenn man Glück hat sagen sie es einem ins Gesicht und sind um Klärung bemüht, wenn man Pech hat geht es hintenrum und man erfährt es über Dritte. Igitt.

Mich nicht (mehr) unter Wert verkaufen.
Warum nur fällt es Frauen so schwer, ihren Wert und ihren Preis vor allen Dingen in geschäftlichen Angelegenheiten zu nennen und zu fordern? Zuviel Bescheidenheit tut hier nicht gut. Was nichts kostet ist nämlich auch nichts wert. Vielleicht könnte mir einmal eine „toughe Businessfrau“ beibringen wie man bei Gehaltsverhandlungen standfest, überzeugend und souverän bleibt? I will never learn.. Das weibliche Geschlecht ist nämlich gerne mal „dankbar“ für einen Job. Habe ich von einem Mann in dieser Form glaub ich noch nie gehört? Dankbar. Hm. Vermutlich wurde uns das jahrelang eingeimpft, bewusst oder unbewusst trauen sich nämlich viele nicht das zu nehmen was ihnen zusteht, sondern ziehen eher noch das Genick ein. Ich eingeschlossen. Doof. Aber ich lese das eben auch oft schwarz auf weiß, von „großen“ Bloggerinnen. „Ich durfte dies, ich durfte das, ich durfte jenes.“ Das hört sich nicht nach einer geschäftlichen Kooperation an, sondern nach einem kostenlosen Gefallen. Und das führt in die Irre und hinterläßt zumindest bei mir einen schalen Beigeschmack.

Zwei Boxeinheiten pro Woche, außer es geht donnerstags in die Fabrik.
Wenn der utopische Fall eingetreten ist, dass ein notorischer Couchpotato der wenn er schonmal aufsteht, lieber einen draufmacht – und in seinem Leben mehr Aspirin als Obst zum Frühstück hatte – als zum Sport zu gehen ein Workout gefunden hat, welches ihm Spaß macht dann sollte er dranbleiben. Denn eigentlich hat dieser unvernünftige Mensch keinerlei Interesse an Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, koronaren Herzerkrankungen, Schmerzen im Bewegungsapparat und all diesen hübschen Dingen die zu Volkskrankheiten geworden sind. Nö, da nimmt er lieber Muskelkater in Kauf. Wohlwissend, dass dieser Schmerz  zu etwas Gutem führt. Alla hopp…

Mir nicht mehr das immergleiche Gejammer von Leuten anhören, die zwar ihre Situation ändern könnten aber dies nicht tun (wollen).
Ich habe darauf keine Lust mehr. Ganz ehrlich, ich finds nur semicool…  ich halte mir in Zukunft die Ohren zu. Von den Fusseln an meinem Mund vom unnötigen Reden könnte ich meinen Katzen Pullover stricken. Suchts euch einen guten Friseur, Therapeut oder eine simple Parkuhr. Die nimmt nur einen Euro pro Stunde fürs Zuhören. Für gute Gespräche (Dialoge!!), konstruktive Kritik, Ratsuche u.ä. bin ich aber weiterhin offen und dankbar. Is klar ne!! Free drinks included. Wozu sonst wohne ich in einer Bar..

Erst denken, dann sprechen. Resp. Schweigen und mich teilweise gar nicht äußern.
Auch das werde ich vielleicht niemals lernen. Ständig rutscht mir irgendein Unsinn heraus. Meist unbedacht, oft verletzend, zu krass und beleidigend. Mit Tourette kann ich mich nicht herausreden, ich hab kein Tourette. So jetzt ist es raus. Ich habe überhaupt keine fancy Krankheit, null nada! Meine Persönlichkeit ist schuld.  Ich sollte einfach nur denken und dann sprechen. Ich übe das jetzt aber! Ich übe mich in Schweigen, das fällt mir nämlich unendlich schwer. Andere tun sich da um vieles leichter, wenn ich so überlege wie oft ich ins Leere laufe und keine Anwort bekomme… also, falls mir jemand 3 Wochen Schweigekloster finanzieren will, dann her mit der Kohle. Bankverbindung gibt´s per PN.

Nach wie vor das Wort „perfekt“ nicht benutzen.
Es gibt kein „perfekt“. Wenn ich des Öfteren lese, perfekt, perfekter, am perfektesten dann wird mir schlecht. Gerade  im Modebereich. Die perfekte Bluse. Die perfekte Jeans. Der perfekte Mantel. Schwachsinn. Gibts nicht. Bei all den verschiedenen Figuren auf dieser Welt, wo soll da ein in Masse hergestelltes Produkt perfekt auf hunderte Trägerinnen passen. Maßgeschneidert, joa da lasse ich mir den Ausdruck vielleicht gerade noch so gefallen. Tolerant wie ich bin, ha! Oder eine perfekte Beziehung… geschenkt. Gibbet ebensowenig. Wer erzählt, dass es Zuhause keine Unstimmigkeiten gibt, der lügt oder verdrängt. Außerdem müssen wir der unangenehmen Tatsache ins Auge sehen, dass wir nach der Brangelina-Trennung sowieso alle im Arsch sind! Wenn es ein Paar von solcher Schönheit, Talent, Reichtum und dazu noch einem Stall voll gesunden Kindern on top  nicht schafft – wer dann??? Wer mir jetzt unnötigerweise und sinnfrei erklären will, dass die Kids teilweise adoptiert sind – ICH WEISS. Auch ich gehöre zu den heimlichen Konsumenten der Prominews die sonst nie jemand liest oder anschaut. Gucken doch alle nur Kulturzeit oder haben keine Zeit für sowas. Genauso wie ich.

Ich verabschiede 2016 mit einem Schulterzucken und hoffe auf ein besseres Jahr. Mehr Todesfälle gehen nicht. Man traut sich ja kaum Nachrichten zu schauen oder das Handy einzuschalten. Zwar war ich nicht unmittelbar persönlich im Familien- oder Freundeskreis betroffen aber nicht minder getroffen was sich da im weiteren Bekannenkreis abspielte. Todesfälle, Krankheit, Unfälle, Pleiten Pech und Pannen soweit das Auge reichte. Mir reichts jetzt, ich geh shoppen… bis nächstes Jahr! LG eure Red

26.11.2016 008

Sign o´the times

Man könnte ja sagen, ich habe mir im Laufe der Zeit eine kleine Uhrensammlung zugelegt. Begonnen habe ich als Teenager mit einer DER damals angesagten Swatch Uhr. Dieser folgten noch zwei Swatch der Ausführung Baby-G mit Stoßschutz.

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Ich liebte diese Armbanduhren heiß und innig und sie hatten eine immense Wertschätzung und einen hohen Stellenwert meinerseits inne. Warum? Ich hatte nur diese drei und besaß mit 21 zarten Lenzen noch nicht die Kaufkraft wie heute. Für Designermode und Schmuck interessierte ich mich nicht, außerdem kam das geldmäßig überhaupt nicht in Frage. Dass jeder, wirklich jeder, in meinem Umfeld diese Uhren trug störte mich nicht. Ganz im Gegenteil. Sie gab innerhalb der Clique ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das änderte sich mit zunehmenden Alter. Plötzlich waren mir die Swatch zu laut, zu bunt, zu grell. Ich begann mich für elegantere Modelle zu interessieren. Außerdem war ich aus der Clique, aus Workerhosen und Buffalo-Brocken an den Füßen herausgewachsen.

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Stressed out?

Was ist in der Adventszeit eigentlich los? Warum hat man ständig so viel um die Ohren und wie lässt sich das dezimieren, respektive abstellen? I have no fucking idea. Ich bin nur froh, wenn dieses Zweitausendfickzehn endlich vorbei ist. Jemand hat mal zu mir gesagt, Schaltjahre seien keine guten Jahre. Ich habe mir das gemerkt, damals. Und dieses gefährliche Halbwissen auch ab Januar ständig gepredigt, und zwar allen die es hören wollten. Und denen, die es nicht hören wollten auch. Nur ein Beispiel: am 10. Januar starb David Bowie und ich wertete das als sehr schlechtes Zeichen für das noch junge, geradezu jungfräuliche Jahr. Nun maße ich mir nicht an mich als Fan oder Insider zu bezeichnen, aber manchmal ist es doch so: erst wenn etwas Großartiges weg ist bemerkt man, wie einschneidend der Verlust ist und wie einzigartig der Mensch oder die Sache die er geschaffen hat, war.

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Sweater: H&M
Socks: H&M
Boots: Bershka
Rock: Vintage

Amsterdam II

Amsterdam ist auch im Dezember sehr schön und hat seinen eigenen, ganz speziellen Reiz. Wenngleich der Aufenthalt nur kurz war, so war er doch nicht minder intensiv und  beeindruckend. Obwohl ich zugeben muss, dass die Menschenmassen und Killerfahrräder mir doch etwas auf die Nerven gehen. Ständig aufzupassen dass die Radler einen nicht über den Haufen fahren stresst mich, da ist das Dauergehupe in New York ein Dreck dagegen und Paris weitgehendst ruhig 😉 Wer denkt ich übertreibe, der weiß nicht, dass ich in hundert Millionen Jahren noch NIE übertrieben habe..

Naja, die Dorfpflanze lässt grüßen. Die Großstadt ist unsereins einfach nicht gewöhnt. Obwohl ich mir sehr gut vorstellen könnte in einer Stadt zu wohnen, wo vor der Haustür das bunte Leben pulsiert und man alles zu Fuß oder per Bahn erreichen kann. Wozu braucht man da ein Auto? Das funktioniert wahrscheinlich eh nicht mangels Parkmöglichkeit. Da wo ich lebe ist man ohne Auto zwar nicht komplett aufgeschmissen, aber mit auf jeden Fall besser dran. Was fehlt ist die Inspiration, das Aufregende und Vielseitige. Ich schätze mal, alles hat seine Vor-und Nachteile, wie alles im Leben eigentlich. Dafür zahlt man hier nicht ein Vermögen für Wohnraum. Da hätten wir wieder einen Vorteil.

Jedenfalls sind hier ein paar winterliche Impressionen aus dem liberalen und mir ans Herz gewachsenen Amsterdam, welches ich nur ab und zu besuchen kann bis ich mir ein schickes Loft an der Prinsengracht leisten kann.

066 064 060 Continue reading