Kategorie-Archiv: Streetstyle

Outfit: Sailor

Und es wurde Sommer, jawohl, und das Motto was Klamotten angeht: so viel wie nötig – so wenig wie möglich. Agree? So kurz nach London und dem dort arg wechselhaften Wetter ereilte mich binnen Minuten nach meiner Rückkehr die Karmakeule, just auf dem Rückweg vom Flughafen über die Autbahn brausend und gerade zwei LKW überholend piepste und blinkte mein Auto in ungewohnter Manier. Irgendwas mit den Bremsen sagte mein Handbuch, na fantastisch. Ich kriegte beinahe einen Blutsturz, so witzig fand ich das.

(Dass ich zum jetzigen Zeitpunkt fast 3 Wochen ohne Auto und somit nicht großartig mobil in der Provinz bin, geschenkt. Wann das benötigte Ersatzteil geliefert werden kann, das weiß keine Sau. Und bestimmt auch kein Rind oder Elch oder was weiß ich.) Ich beschloss, mich daran nicht weiter aufzureiben und unnötige Energie an eine Sache zu verschwenden die ich nicht beeinflussen kann, es sei eben nur Blech und darum zweitrangig, so impfte ich mir ein.

Danke an dieser Stelle an meine Eltern, die mir großzügiger Weise ihr Auto zur Verfügung stellten solange es eben dauern möge. Was würde ich nur ohne euch tun? Ich meine, so generell!? Zuverlässige Menschen die nicht lange rumlabern sondern handeln: unbezahlbar. Verdient hättet ihr eine Privatinsel mit Cocktail-Flatrate, geben kann ich euch leider nur ungleich weniger. Memo an mich selbst: Lotto spielen…

Mit dem geliehenen Auto fuhr ich in die City. Tochter wollte ihr Taschengeld ausgeben und ich wollte einfach nur ausgehen. Und ausgeben. Tat ich dann unter anderem für eine Handy-Speicherkarte weil mich dieses ständig anmaulte der Speicher sei voll. Beim enthusiastischen Bilder-auf-SD-Karte-speichern verlor ich alle Bilder. Wie ich das geschafft habe? Noch so ein Mysterium das niemals gelüftet werden wird.
Auf die schnippische Frage ob man das seit Neuestem so trüge, blau gestreiftes Shirt zu rot gestreiften Schuhen, erwiderte ich: ob MAN das so macht weiß ich nicht. Aber ICH mache das so.

Outfit: **freeze**

Dieses Bild entstand im Harald Glööckler Pop-up-Store. Sorry…. musste sein, übertrieben find ich gut 🙂
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Bei den momentan herrschenden arktischen Temperaturen fühle ich mich in Kuschelpulli und Jeans am wohlsten. Manko: ich finde die täglichen Outfits nicht wirklich inspirierend oder abbildbar.. nu ja. Originell ist auch wahrscheinlich was anderes. Außerdem oute ich mich hiermit als Frostbeule, darum war am Wochenende nur ein schneller Knipps mit dicker Jacke drin.  Minus 10 Grad Celsius sind nun auch wahrlich kein Pappenstiel. Was jedenfalls gar nicht in Frage kommt ist der Flanking-Trend mit nackten Knöcheln und Sneakern. Im Ernst, ich habe eine Zehntelsekunde darüber nachgedacht und mich dann selbst ausgeschimpft über diesen Schwachsinn. Was ist erstrebenswert an Lungenentzündung? Ehm.. gar nichts. Argumente die ich für und über diesen ausgemachten Blödsinn las brachten mich zum Wiehern: „Ich friere nicht an den Knöcheln.“ Ach so. Und im Sommer schnallen wir uns ab jetzt Moonboots an die Füße und argumentieren, dass wir an den Knöcheln nicht schwitzen während wir gepflegt und stilvoll in Ohnmacht fallen wegen Hitzschlag oder was. Watzefack.?!?

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Aber was jammere ich hier rum. Am Wochenende sah ich einen Obdachlosen an einer Bushaltestelle schlafen. Er lag zwar auf 3 gestapelten Matratzen und in mehreren Schlafsäcken, trotzdem lässt mich dieses Bild nicht los. Viele obdachlose Menschen sterben im Winter einen bitteren Kältetod. Ich frage mich warum dieser einsame Mann nicht zur Bahnhofsmission ging. Wie schlage ich einen eleganten Bogen von dieser traurigen Tatsache zu meinem Outfit-Post? Da gibt es keinen. Zumindest keinen blumigen. Leider ist es so, dass auf der einen Seite Menschen ohne Heim ihr Dasein fristen während wir auf der anderen unserer trivialen inneren Shoppingqueen frönen. Ich hatte einmal die Gelegenheit mit einem Obachlosen zu sprechen, er sagte „ich mache seit 20 Jahren Platte“. Er wolle es so, einen festen Wohnsitz könne er sich nicht vorstellen. Wir rauchten eine Zigarette und unterhielten uns eine Weile bis jeder wieder seiner Wege ging. Das Gespräch war nur kurz und die Begegnung ist inzwischen einige Jahre her, aber vergessen habe ich es nicht. An solchen Tagen denke ich wieder daran.

Das Outfit ist ein wild zusammengewürfelter Look aus bereits älteren Klamotten. Lagen über Lagen gaben die nützliche Wärme, Strumpfhose unter den Leggings fallen nicht weiter auf.

Ringelleggings: H&M
Tasche: H&M
Stulpen: uralt
Stiefel: Bershka
Lackmantel: New Yorker
Sternenschal: Only

Rainbow love

Ich lese definitiv zuviele Modeblogs. Nur so und nicht anders ist zu erklären, dass ich seit Wochen auf der Suche nach Klamotten und/oder Accessoires im Rainbow-Style bin. Wo auch sonst hätte ich diesen coolen Trend erspähen sollen? Es ist auch deswegen komisch weil es mir im Normalfall viel zu bunt anmutet?! Und in Farben sehe ich zumeist irgendwie albern aus, finde ich. Hmpf. Seltsame Sache… Die durchaus gutgemeinte Empfehlung, ich solle meinem Elend und meiner regenbogenlosen Zeit per Internet ein Ende bereiten schlug ich in den kalten Märzwind. Auf online Shopping habe ich sowas von keinen Bock. Einkaufen ist für mich Training.

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Back on track.

Entgegen aller Vermutungen gibt es mich noch. Andere hatten da nicht soviel Glück. Leider haben David Bowie und Alan Rickman diese Woche beschlossen den 69-er Club zu gründen. Schade!! Das ist zwar nicht der Grund warum ich schwarz trage, nein, das tue ich die meiste Zeit. Das nasskalte Wetter war schuld. Zum Glück investierte ich diesen Winter in einen Mantel und er war sein Geld wirklich wert. Durch die Länge und das Material hält er sagenhaft warm trotz dass er nicht megadick oder gefüttert ist.

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