Kategorie-Archiv: Texte

London calling.

Vor ca. anderthalb Wochen verschlug es mich und Bestie nach London. Wir hatten den Trip zu unserem letzten Geburtstag geplant und nun endlich konnten wir ihn in die Tat umsetzen. Der letzte London-Besuch war schon einige Jährchen her und ich hatte kaum mehr Erinnerung daran. Das hieß im Klartext: wir hatten keinen supercoolen Plan, wir wollten auch nicht alles anders machen als Andere und Geheimtipps hatten wir schon gar nicht. Was wir hatten: Reiseführer (für 9 € beim Buchhändler gekauft), Tasche, Klamotten, Geld, Ausweis. Der Plan war folgender: Stadt anschauen, Bier trinken, rumflanieren, kitschige Schnuppeprodukte erstehen und sich wie ein Kosmopolit fühlen. Yes!

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Wir hassen beide fliegen, ja, wir haben regelrecht Angst davor. Um so schöner wenn sich solch ein Anblick bietet. Ich ließ mich nicht lumpen und postete dieses Bild auf Instagram, allein schon aus Trotz weil ich irgendwo gelesen hatte wie langweilig solche Fotos seien und ja kaum noch Klicks brächten. Das widerum fand ich dekadent und widerlich. War unsere Gesellschaft schon so verroht, dass fliegen alltäglich geworden war und Bilder aus dem Flugzeug geschossen als langweilig wahrgenommen wurden? Für mich ist es nach wie vor besonders, besonders unangenehm, absolut nicht trivial und mit viel Alkohol verbunden. Wie sonst sollte ich meine coole Fassade wahren? Aber scheiß drauf, London ist nur einmal im Jahr..

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Ja, am schnellsten geht es mit der U-Bahn. In der Rush-Hour ein besonderes Erlebnis… zum Glück habe ich nur Höhen- und keine Platzangst. Höhe schlägt Menschenmenge, Schlange schlägt Höhe. Is klar, ne? Monk läßt grüßen.

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Arbeiterklasse: Ilford

In der Großstadt, besonders in der international stark frequentierten, fällt die klassische Schere zwischen arm und reich extrem auf. Ich kann mich nicht erinnern bei meinem letzten Aufenthalt soviele Obdachlose, Bettler und Junkies gesehen zu haben. Und im Gegensatz soviele Stinkreiche – und überhaupt die horrenden Preise, und zwar für alles. Irre.

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Aber hier in Ilford gab es für 5 Pfund reichlich zu essen. Vergiß eat cleaning.. hau rein und ignoriere den Verdacht, der Krautsalat könnte nen leichten Stich haben.

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Luxus: Mayfair

Hier wird man sozusagen seines Platzes verwiesen, es sei denn man ist ein Millionär/Milliardär arabischer Abstammung. Wir ließen es uns dennoch nicht nehmen einen gepflegten Spaziergang durch Mayfair zu absolvieren und im Sketch einzukehren. Kleiner Tipp am Rande: Reservierung und viel Bargeld nicht vergessen! Mein Glück, dass ich zuviele Highclass Blogs lese und dadurch vom traumhaften pinken Interior des Sketch wusste, und nicht zu vergessen den Ei-ähnlichen futuristischen Toiletten. Das Personal ist sehr nett und man wird auch nicht abgewiesen wenn man völlig verschwitzt und aussehend wie Dresden`45 daher kommt. Die Preise auch hier jenseits von allem – aber hey, die Garderobe war immerhin kostenlos!

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Home of Amy Winehouse: Camden

Ich habe noch nie soviele Piercing-/Tattoostudios auf einem Haufen gesehen. Den riesigen Camden-Market muss man zwar nicht unbedingt gesehen haben, Spaß gemacht hat es aber trotzdem sich durch die Stände zu wühlen. Abseits der fliegenden Händler gibt es wirklich schöne und originelle Sachen.

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Shop till drop: Carnaby Street

Glücklicherweise findet sich hier für jeden Geldbeutel etwas. Besonders Marken wie Monki oder Topshop haben tolle Klamotten.132 129 128

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits aus dem Hotel auschecken müssen und keinen Bock unsere Taschen mit durch die Stadt zu schleppen. Carnaby lag grobe Richtung Flughafen Heathrow.. also was tun? Wir fragten in der hiesigen U-Bahn-Station einen Schuhmacher ob er unsere Taschen gegen einen Obolus von 5 britischen Pfund bis zum Nachmittag bei sich unterstellen würde. Wir boten an, er dürfe unsere dreckige Wäsche nach vermeintlichen Bomben durchwühlen was auch verständlich wäre ob aller Anschläge die leider in letzter Zeit weltweit stattfinden. Er lehnte vollkommen vertrauensselig ab und verwahrte unser Gepäck ohne großes Gedöns. Wir empfehlen hiermit den „Mr. Minit“ im Underground, Ausstieg Oxford Circus offiziell wärmstens weiter! (Schließt sonntags um 18 h). Also hopp hopp!

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Hello Hyde Park!

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Ein Denkmal für Tiere! Mein Herz tanzt.

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Schnubbeprodukte.

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Die folgenden Bilder lassen sich zusammenfassen unter: alles mit dem Bus abgeklappert. Hop on. Hop off.

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Alltagshelden: Fensterputzer. Einerlei ob in New York oder London – wer an Seilen hängend in dieser Höhe seine Arbeit verrichten kann hat meinen Respekt. Und meine Hochachtung. Ich werde versuchen mich daran zu erinnern wenn ich mich wieder über meinen Job beklage, der bequem und mehr oder minder ohne lebensgefährliches Risiko am Bürotisch stattfindet. Stichwort: einschlafen und sich den angespitzten Bleistift ins Auge rammen zum Beispiel.

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Bye Bye London, es war mir ein Vergnügen.

NO.

My name is no/my sign is no/my number is no.
You need to let it go… wo kommt dieser Ohrwurm bloß her?? Und wo geht er hin… und überhaupt – was ist die ganze Zeit über eigentlich los??

So zusammengefasst und rückblickend, wenn ich alles in einen Tag packen müsste:

Morgens…
…klickte ich mich wie immer durch diverse Modeblogs in denen ich erfuhr, dass ich unbedingt dranbleiben sollte weil bald über „spannende Projekte“ berichtet werden würde. Ich dachte mir, dass ich diesen Satz in letzter Zeit des Öfteren gehört hatte aber die „spannenden Berichte“ leider ausgeblieben waren und hatte somit keine Lust darauf zu warten. Desweiteren sparte ich mir den Klick auf die Affiliate-Links, weil es ohnehin nicht dazu kommen würde dies und das zu „shoppen“.  Die Autorinnen fand ich aber sehr hübsch. Und toll gekleidet versteht sich! Über „Feminismus“ und damit einhergehende sich gut verkaufende weiße Shirts mit schwarzem Aufdruck las ich so viele Artikel (für und wider) und auch über den Begriff an sich und ob man diesen nicht lieber in „Humanismus“ umwandeln sollte, das ich im Endeffekt nicht mehr wusste ob ich Feminismus gut oder schlecht fand und welcher Meinung ich denn überhaupt sein sollte. Zumindest meine Ansicht, Sexismus zu hassen wie die Pest, blieb.

Mittags…
…ließ ich mich von einer Person maßregeln die mich wie ein Schulkind ansprach, und von irgendetwas faselte das klang wie: „es ist nicht WAS du sagst sondern WIE du es sagst.“ Ich betrachtete das Gespräch daraufhin als beendet und dachte, es sei eine angemessene  Reaktion meinerseits den Hörer kommentarlos aufzulegen. Was ich dann auch tat. Ich fragte mich in welcher Rechenwelt 75% halbtags sind (das wären nämlich 50%) und warum man TEILZEITkräfte generell herabwürdigte (Neid?) und Selbigen das Recht auf Internetsurferei in der Pause absprechen wollte. („Das können die zuhause machen!“)

Als nächstes folgte ein verbaler Einlauf von einer anderen (Un)Person die mich anging, weil ich die Frechheit besaß, um Kontaktdaten eines Geschäftspartners zu bitten. Mir schossen Wortfetzen wie „oversexed“, „underfucked“ (und Schlimmeres) durch den Kopf, für die ich mich auch ad hoc schämte (Angst vor der Karmakeule) aber dennoch nicht verstand, warum sich diese Person für so überlegen und talentiert hielt. Nun, da gehen die Meinungen wohl auseinander. Weit. Auseinander.

Nachmittags…
…bekam ich ungefragt Meinungen zum Thema „Kinder im Gymnasium“ mitgeteilt. Angefangen von „werden zerstört“, über „müssen nach ein paar Wochen ohnehin die Schule wechseln“ bis hin zu „ich habe mehr als NUR 1 Kind worum ich mich kümmern muss“ und als Gipfel „deine Tochter hat mehr als nur 2 Erwachsene die mit ihr lernen können“. Oh. Ich öffnete mir ein Bier in der Plastikflasche (schlecht) mit praktischem Schraubverschluss, welches ich in einem Billig-Discounter erstanden hatte und fragte mich gleichzeitig, wie ich das abendliche Boxtraining halbbesoffen stemmen würde (gut). Beide Aktivitäten ließen mich das Thema vergessen in das sich andere und zuguterletzt auch ich mich so hineingesteigert hatte(n). Und doch blieb der Gedanke, wann mir denn der finale Stoß versetzt werden würde, und zwar der, dass mein Kind nur meinen persönlichen Ehrgeiz bedienen müsse und zudem fragte ich mich, wann ich endlich aufhören würde immer wieder gebetsmühlenartig zu wiederholen: „wegen MIR muss sie nicht aufs Gymi!!“ (sofort).

Abends…
…installierte ich Spotify auf meinem Smartphone und kam mir damit ungeheuer modern vor, alter CD-Käufer ich. Ha! Ich dachte mir, dass Ed Sheeran zwar aussieht wie ein Waldschrat aber dafür ausgleichender Weise absolut resolut wundervolle Musik macht und ich trotzdem die neue Depeche Mode CD körperlich brauchte, und sei es nur wegen dem Anstecker den man gratis dazu bekam, alter Fuchs ich. Und dem Booklet. Mein schiefer Gesang und graziöses Getänzel zu „Castle on the hill“ kam nicht besonders gut bei meiner 9-Jährigen an. Sie, und auch der Kater wie sie mir anvertraute, fanden das „sehr nervig.“ Ich machte mir nichts daraus und war nur minimal gekränkt. Anschließend beschloss ich, wieder einmal zu bloggen einfach so WIE ich es kann, nämlich ausschließlich ironisch, und die Schere aus meinem Kopf zu verbannen. Dann dachte ich noch eine Weile darüber nach wie wenig man andere Menschen ändern kann, und noch nicht einmal sich selbst…

Lingerie vs. Pyjama

Momentan bin ich auf der Suche nach einem Pyjama. Seit Jahren penne ich in alten Shirts und Shorts, in kälteren Monaten in Longsleeves und bequemen Leggings. Seit neuestem geht mir das aber gegen den Strich und mir steht der Sinn nach einem Zweiteiler der nicht nur cool aussehen soll sondern vor allen Dingen bequem ist und wärmt. Bei Minusgraden nicht die schlechteste Idee. Außerdem könnte ich in so einem Ensemble auch souverän die Tür öffnen ohne rot zu werden. Da kam der Weihnachtsurlaub gerade wie gerufen, denn der ist für mich unter anderem dazu da, ausgiebige Stadtbummel zu unternehmen. Und so hatte ich richtig Bock auf das Unternehmen Schlafanzug. Irgendwoher blitzte auch der unangenehme Gedanke auf, wenn ich plötzlich ins Krankenhaus müsste, ich hätte nicht einmal einen Pyjama der sich sehen lassen kann. Nur Shirts mit so netten Sprüchen wie z.B. „Ich hasse euch alle“, „Niedlich kann mich am Arsch lecken“, „Satanischer Ritualmörder“.. und dergleichen. Man erkennt den alten EMP-Stammkunden natürlich in der ersten Sekunde. Oder die alten Sprüche von Mutter und Oma: „Kind, schau dass du keine Löcher in den Socken hast. Überleg mal, du hast einen Autounfall und musst ins Krankenhaus, und sie ziehen dir die Schuhe aus und du hast Löcher in den Socken! Undenkbar!!“

Been there, done that. Nur ereignete sich besagter Autounfall Samstag abends vor dem Ausgehen und ich lag in schönster Spitzenunterwäsche inkl. Stringtanga in meinem rückenfreien stylischen Krankenhausflügelhemd. Auch irgendwie nicht schön und durchaus etwas peinlich wenn man mit dem Infusionsständer heimlich in die Toilette abschiebt weil man der Bettpfanne entgehen will. Aber zurück zum Text, ich schweife ab.

Ich betrat die jeweiligen Unterwäsche/Nightwear Abteilungen und ich sah: sexy Unterwäsche, Spitze in rot, schwarz und weiß, Strapse, Netzbodies.. kurzum: erotische Lingerie in allen Farben und Formen für die erwachsene Frau mit einem aktiven Liebesleben. So stelle ich mir die Zielgruppe zumindest vor.  Direkt nebendran: Pyjamas für erwachsene Frauen, verziert mit: Wolken, Bärchen, Pinguinen, Mäusen, Pandabären, Herzchen. Kindisch und infantil bis zum Steinerweichen. „Pizza Party“ stand darauf oder ähnlicher Schwachsinn. Was ich hätte noch akzeptieren können wären Planeten oder Sterne gewesen. Ich exerzierte das Spielchen bei ca. 6 Geschäften durch und fand überall mehr oder minder das Gleiche vor. Hm. „Kommt schon, gebt mir Punkte oder Karos! Bitte!“ Flehte ich im Stillen. So ungefähr wie Jess bei „The new girl.“ Die sind doch schön!

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Für Ally Mc Beal bin ich schon zu weit weg.

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Ich gab auf und zog den Mann zu rate. Mit „zog“ meine ich im wahrsten Sinne des Wortes, ich zog ihn an der Hand durch die Abteilungen und zeigte ihm das vermeintliche Trauerspiel. Er fand es nicht weiter tragisch und meinte, ich solle die Planeten-Edition nehmen. Tat ich nicht. Auf die Frage, wie erotisch er eine Frau in einem Bärchen-Pyjama fände, zuckte er mit den Schultern und erwiderte, es würde ihn nicht stören oder gar abtörnen. Flashback: hatte sich je ein Mann in meinem Leben für schöne Unterwäsche  begeistern können und diese zu würdigen gewusst? Klares Nein. Größter Stellenwert für Dessous war schon seit jeher, husch husch aus mit dem Zeug und zwar schleunigst. Auf den Boden damit. Nacktheit rules.

Ich aber fragte mich, wie das Bild einer Frau heutzutage eigentlich dargestellt werden soll. Vor meinem inneren Auge entstand diese Abfolge: zuerst quasi die sexy, wilde Geliebte, raffiniert eingehüllt in erotische Dessous für schöne Stunden (oder Minuten?) zu zweit. Und danach verschwindet sie im Bad, putzt sich die Zähne, schminkt sich brav ab, knödelt sich die Haare auf und kommt im Hello Kitty Schlafanzug zurück ins Bett . Ich kann da keine Brücke schlagen, tut mir leid. Zumindest nicht für mich. Außerdem komme ich nicht umhin mir den dazugehörigen Mann vorzustellen. Die Diskrepanz könnte nicht größer sein. Was für eine Wahl im Lingerie und Pyjama-Segment hat er schon? Die Slips in schwarz, weiß oder grau. Schlafanzug in braun oder ähnlichen aufregenden Nichtfarben. Gäääähn. Jedenfalls existiert kein so großer Graben zwischen Unterwäsche und  Pyjama. Zumindest sah ich keinen Schlafanzug mit Charlie Brown, Tweetie und Woodstock für den Mann. Dafür aber mit Weihnachtsbäumen und Zuckerstangen. Naja. Macht mich dann auch nicht gerade wild…

Meine Vorsätze für das kommende Jahr 2017!

Dieser Blogpost an sich ist eine Rarität, weil ich mir an Silvester grundsätzlich nie etwas vornehme, oder besser gesagt: vornahm. Wenn, dann handelte es sich eher um erzwungene „Vorsätze“, so nach dem Motto: du hörst auf zu rauchen sonst ist Schluss! Unnötig zu erwähnen, dass ich zuerst heimlich rauchte – und dann den Typ in den Wind schoss. Soviel zum Erzwungenen im Leben. Entweder es kommt freiwillig von Herzen oder es hat keinen Wert. Umso bedeutungsschwangerer also, dass ich mir folgendes zu Herzen genommen habe:

Aus meinem Herz keine Mördergrube mehr machen.
Wiktionary erklärt diese Redewendung folgendermaßen: andere Redewendungen, die für Offenheit stehen:

  • kein Blatt vor den Mund nehmen
  • etwas frank und frei aussprechen
  • das Herz auf der Zunge tragen
  • Klartext sprechen
  • frei von der Leber weg reden
  • mit etwas nicht hinter dem Berg halten
  • seiner Zunge freien Lauf lassen

Ärger und Frust für sich zu behalten, in sich hineinzufressen und die eigene, vielleicht unbequeme Meinung nicht zu äußern, bringt auf die Dauer nur Bauchschmerzen und macht buchstäblich körperlich krank. Damit meine ich aber ausdrücklich nicht: haten. Gestänkere ist einfach blöd. Noch blöder: Herzensangelegenheiten anderer madig zu machen. Hat keinen Stil. Ich habe meine Lektion aus der Vergangenheit gelernt. Sagte ich was ich dachte, bekam ich Schwierigkeiten. Hielt ich die Klappe und zog mich aus allem raus bekam ich ebenso Kritik. Fazit: ist doch egal was man macht, irgendwer zieht immer eine Fresse! Wenn man Glück hat sagen sie es einem ins Gesicht und sind um Klärung bemüht, wenn man Pech hat geht es hintenrum und man erfährt es über Dritte. Igitt.

Mich nicht (mehr) unter Wert verkaufen.
Warum nur fällt es Frauen so schwer, ihren Wert und ihren Preis vor allen Dingen in geschäftlichen Angelegenheiten zu nennen und zu fordern? Zuviel Bescheidenheit tut hier nicht gut. Was nichts kostet ist nämlich auch nichts wert. Vielleicht könnte mir einmal eine „toughe Businessfrau“ beibringen wie man bei Gehaltsverhandlungen standfest, überzeugend und souverän bleibt? I will never learn.. Das weibliche Geschlecht ist nämlich gerne mal „dankbar“ für einen Job. Habe ich von einem Mann in dieser Form glaub ich noch nie gehört? Dankbar. Hm. Vermutlich wurde uns das jahrelang eingeimpft, bewusst oder unbewusst trauen sich nämlich viele nicht das zu nehmen was ihnen zusteht, sondern ziehen eher noch das Genick ein. Ich eingeschlossen. Doof. Aber ich lese das eben auch oft schwarz auf weiß, von „großen“ Bloggerinnen. „Ich durfte dies, ich durfte das, ich durfte jenes.“ Das hört sich nicht nach einer geschäftlichen Kooperation an, sondern nach einem kostenlosen Gefallen. Und das führt in die Irre und hinterläßt zumindest bei mir einen schalen Beigeschmack.

Zwei Boxeinheiten pro Woche, außer es geht donnerstags in die Fabrik.
Wenn der utopische Fall eingetreten ist, dass ein notorischer Couchpotato der wenn er schonmal aufsteht, lieber einen draufmacht – und in seinem Leben mehr Aspirin als Obst zum Frühstück hatte – als zum Sport zu gehen ein Workout gefunden hat, welches ihm Spaß macht dann sollte er dranbleiben. Denn eigentlich hat dieser unvernünftige Mensch keinerlei Interesse an Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, koronaren Herzerkrankungen, Schmerzen im Bewegungsapparat und all diesen hübschen Dingen die zu Volkskrankheiten geworden sind. Nö, da nimmt er lieber Muskelkater in Kauf. Wohlwissend, dass dieser Schmerz  zu etwas Gutem führt. Alla hopp…

Mir nicht mehr das immergleiche Gejammer von Leuten anhören, die zwar ihre Situation ändern könnten aber dies nicht tun (wollen).
Ich habe darauf keine Lust mehr. Ganz ehrlich, ich finds nur semicool…  ich halte mir in Zukunft die Ohren zu. Von den Fusseln an meinem Mund vom unnötigen Reden könnte ich meinen Katzen Pullover stricken. Suchts euch einen guten Friseur, Therapeut oder eine simple Parkuhr. Die nimmt nur einen Euro pro Stunde fürs Zuhören. Für gute Gespräche (Dialoge!!), konstruktive Kritik, Ratsuche u.ä. bin ich aber weiterhin offen und dankbar. Is klar ne!! Free drinks included. Wozu sonst wohne ich in einer Bar..

Erst denken, dann sprechen. Resp. Schweigen und mich teilweise gar nicht äußern.
Auch das werde ich vielleicht niemals lernen. Ständig rutscht mir irgendein Unsinn heraus. Meist unbedacht, oft verletzend, zu krass und beleidigend. Mit Tourette kann ich mich nicht herausreden, ich hab kein Tourette. So jetzt ist es raus. Ich habe überhaupt keine fancy Krankheit, null nada! Meine Persönlichkeit ist schuld.  Ich sollte einfach nur denken und dann sprechen. Ich übe das jetzt aber! Ich übe mich in Schweigen, das fällt mir nämlich unendlich schwer. Andere tun sich da um vieles leichter, wenn ich so überlege wie oft ich ins Leere laufe und keine Anwort bekomme… also, falls mir jemand 3 Wochen Schweigekloster finanzieren will, dann her mit der Kohle. Bankverbindung gibt´s per PN.

Nach wie vor das Wort „perfekt“ nicht benutzen.
Es gibt kein „perfekt“. Wenn ich des Öfteren lese, perfekt, perfekter, am perfektesten dann wird mir schlecht. Gerade  im Modebereich. Die perfekte Bluse. Die perfekte Jeans. Der perfekte Mantel. Schwachsinn. Gibts nicht. Bei all den verschiedenen Figuren auf dieser Welt, wo soll da ein in Masse hergestelltes Produkt perfekt auf hunderte Trägerinnen passen. Maßgeschneidert, joa da lasse ich mir den Ausdruck vielleicht gerade noch so gefallen. Tolerant wie ich bin, ha! Oder eine perfekte Beziehung… geschenkt. Gibbet ebensowenig. Wer erzählt, dass es Zuhause keine Unstimmigkeiten gibt, der lügt oder verdrängt. Außerdem müssen wir der unangenehmen Tatsache ins Auge sehen, dass wir nach der Brangelina-Trennung sowieso alle im Arsch sind! Wenn es ein Paar von solcher Schönheit, Talent, Reichtum und dazu noch einem Stall voll gesunden Kindern on top  nicht schafft – wer dann??? Wer mir jetzt unnötigerweise und sinnfrei erklären will, dass die Kids teilweise adoptiert sind – ICH WEISS. Auch ich gehöre zu den heimlichen Konsumenten der Prominews die sonst nie jemand liest oder anschaut. Gucken doch alle nur Kulturzeit oder haben keine Zeit für sowas. Genauso wie ich.

Ich verabschiede 2016 mit einem Schulterzucken und hoffe auf ein besseres Jahr. Mehr Todesfälle gehen nicht. Man traut sich ja kaum Nachrichten zu schauen oder das Handy einzuschalten. Zwar war ich nicht unmittelbar persönlich im Familien- oder Freundeskreis betroffen aber nicht minder getroffen was sich da im weiteren Bekannenkreis abspielte. Todesfälle, Krankheit, Unfälle, Pleiten Pech und Pannen soweit das Auge reichte. Mir reichts jetzt, ich geh shoppen… bis nächstes Jahr! LG eure Red

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Eingeimpfte Unzufriedenheit

Kürzlich las ich einen genialen Text der mich ziemlich umgehauen hat. Nun beklatsche ich diesen aus vielerlei Gründen. Was Theresa Lachner nämlich hier in ihrem Artikel

Du hast aber doch so ein hübsches Gesicht

auf lvstprinzip.de schreibt, spricht mir aus der Seele – erdreiste ich mich doch, ebenfalls aus dem Size-Zero-Raster zu fallen, und das auch noch ohne eingezogenes Genick. So nach und nach kamen beim Lesen alte, verschüttete Beleidigungen wieder in mir hoch. Ja, es kam mir regelrecht hoch. So, als müsste ich mich übergeben. Lange verdrängt, irgendwann vergessen und nun wieder an die Oberfläche blubbernd. Bezeichnend, wie dumme Sprüche eine Frauenseele nachhaltig verletzen können. Haben wir doch über die Jahre gelernt, mit uns selbst unzufrieden zu sein. Die Gehirnwäsche wirkt, verdammt – und WIE sie wirkt.

Zitat Theresa Lachner:
„Ihr, das sind leider nicht nur ältere, frustrierte Frauen, die ihre Körperscham auf mich übertragen und sich irgendwie davon provoziert fühlen, weil ich mich einfach weigere, mich wegen ihrer von wem auch immer vorgegebenen Standards genauso beschissen zu fühlen wie sie.“

„Du und ich, wir haben eben keinen schönen Busen!“ „Bitte sprich nur für dich selbst!“
„Oh, hast du zugelegt? Du siehst so aus, als hättest du zugenommen.“ „Steinigt mich! Nehmt einen großen Stein, einen flachen, und eine Packung Kiesel!!“

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Das Ende einer Subkultur

Wo waren wir vor 5 Jahren und wo sind wir jetzt? Das Ende unserer Clubs ist nah.  Soll hier einer Subkultur der Gar ausgemacht werden? Oder bilde ich mir das nur ein. Wer weiß das schon so genau, auf Verschwörungstheorien stand ich schließlich schon immer. Hier die Fakten:

Wer auf schwarze Musik stand und steht hatte in unserer Region „sichere“ Anlaufstellen:

  • Culteum Karlsruhe
  • Nachtwerk Karlsruhe
  • Schwimmbadclub Heidelberg
  • MS Connexion Mannheim

Mittlerweile sind zwei dieser vier Clubs geschlossen. Ein schlechter Schnitt, behaupte ich.

Das Culteum in Karlsruhe. Meiner Meinung nach einer der besten Clubs in der Umgebung. Ein alter Gewölbekeller um nicht zu sagen Bunker mit verschiedenen Floors, modrig und unheimlich stimmungsvoll.  Dieser beherbergte nicht nur die schwarze Szene, sondern unter anderem auch die Subkultur der schwulen-/und SM-Szene. Außerdem fand hier regelmäßig der Kitkat-Club statt. Mitte August wurde der Club nach einer Brandschutz-Inspizierung ad hoc dichtgemacht. Welche Maßnahmen eingeleitet werden sollen/müssen und wann mit einer Wiedereröffnung  gerechnet werden kann ist völlig unklar. Ich mache mir da meine eigenen Gedanken. Vielleicht ist es so ganz recht und billig dass die sogenannte Freaks nicht mehr zum Culteum pilgern? Nun ist dieser Club nicht ausgelagert in einem Industriegebiet zu finden, wie man das in der Stadt gerne macht, sondern inmitten der Stadt zwischen Privatwohnungen angesiedelt. Ich frage mich, wer stört sich an Gothics, Paradiesvögeln und sexy gekleideten Clubbesuchern die nichts weiter tun, als vom Auto in den Club zu gehen – um dort unter sich zu sein. Dieser darf sogar eine Klingel sein Eigen nennen und ist obendrein im Keller untergebracht (ich nehme an, von Ruhestörung kann keine Rede sein). Hat hier die oversexed und underfucked Gesellschaft ein Problemchen mit Lack, Leder und Latex? Ich meine, ich muß mir im Alltag soviele würde-und stillose Crogs in allen Farben anschauen, Ballerinas und Röhrenjeans, soweit das Auge reicht,ich würde deren Träger sehr gerne mit Spaß-Embargos und Sanktionen belegen.  Da nützt es nur wenig dass Christopher Kane seine Models mit Crocs über den Laufsteg schickte. Sie sind und bleiben entsetzlich. Die Crocs. Nicht die Models.

Der Schwimmbad Club in Heidelberg. Eine Institution seit über 3 Jahrzehnten und absolut geile Location auf 4 Ebenen. Ich meine, was gibt es Cooleres als in einem alten umgebauten Schimmbad zu tanzen? Das „Schwarze Schwimmbad“ fand hier einmal im Monat statt und konnte sich innerhalb seiner Subkultur nochmals aufteilen, in die verschiedenen Stilrichtungen EBM, Industrial, Mittelalter, Metal. Ebenfalls einmal im Monat fand die Depeche Mode Party statt, für uns Devotees war das pures Glück und ein fester Termin im Kalender. Nirvana hatten hier einst einen Live-Auftritt, tja – lang lang ist´s her… Der Club finanzierte sich rein privat ohne städtische Subventionen. Die Kultur-Steuergelder pumpt man lieber in 2 andere Clubs – mit gefälligerer Musik die vor allem niemandem weh tut. Autsch. Der Schwimmbadclub sei zu alt und müsse zu aufwendig und komplett saniert werden, so die Begründung. Scheiden tut weh!

Schade, dass der Zug der Mittelmäßigkeit keine Minute Verspätung hat, nein, er ist seiner Zeit sogar voraus. „39,90“ läßt grüßen. Neue Bars, Restaurants und Cafés sprießen nämlich aus dem Boden wie das Unkraut in meinem schlecht gepflegten Vorgarten. Nun möchte ich diese Lokale keinesfalls verunglimpfen, Hunger und Durst habe sogar ich immer mal wieder und verkehre aus diesem Grund ab und an in den Mauritiuses, Mosch Moschs, Liebesbeefs, Sushi Circles und Coffee Fellows dieser Welt. Aber diese Abende sind mehr oder minder belanglos, eigentlich der Nahrungsaufnahme gewidmet, der Cocktail ok, und das Gefühl etwas zu verpassen beschissen. Was den Unterschied ausmacht ist die Einzigartigkeit des Unikats im Vergleich zu einer Kette/Franchise Unternehmen.  Was ich vermisse, sind die Abende und Nächte an einem einzigartigen Ort mit Charisma und Seele – wo ich keiner elendig dudelnden Popmusik ausgesetzt war, wo jeder jeden irgendwie kannte und sei es nur vom Sehen, wo Fußball, Verdienst, Prestige, Auto und Status nicht von Bedeutung waren. Wo man sich nicht mit Befindlichkeiten herumschlagen musste sondern alle das Gleiche wollten: in Ruhe unter sich sein und zwar im Outfit das man liebt und schätzt und mit der Musik die einen glücklich macht. Schade dass diese genialen Einzelstücke nicht mehr zugänglich sind aber dafür viele andere 08/15-Locations Kasse machen. Ein Synonym und Sinnbild für sovieles.. gesellschaftlich betrachtet. Aber das ist ein anderes Thema.

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Tiere sind die besseren Menschen!

Sie mögen dich nämlich immer. Ob du nun gute oder schlechte Laune hast, gestylt bist wie Queen B oder aussiehst wie Dresden 1945. Ob du pleite bist wie die „Promis“ im Big-Brother-Haus oder Geld hast wie Heu. Sie erzählen dir nicht irgendeinen Mist der dich nicht die Bohne interessiert. Sie haben ganz feine Antennen. Sie betrügen und belügen dich nicht. Sie lassen dich nicht im Stich. Sie prahlen nicht, sie beschimpfen und verunglimpfen dich nicht, sie sind nicht neidisch. Sie wedeln weder mit der Kreditkarte noch mit Diplomen.  Besitz und Prestige sind ihnen einerlei und fremd, denn sie denken nicht in Schubladen und sind nicht manipulativ. Was sie brauchen: Freßchen und Liebe – und davon reichlich 🙂

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Ein Korb voller Kinder: Amanda, Gonzo, Max, Linus

Tiere machen glücklich. Wie schon Loriot sagte: „Ein Leben ohne Mops ist möglich aber sinnlos.“ Dies läßt sich ebensogut auf alle anderen Tiere übertragen. Ein Leben ohne Katze wäre in meinem Fall möglich – aber traurig. Ich habe jedenfalls keine Intention es derzeit auszuprobieren. Lieber nehme ich eine zerkratzte Couch und Haarflusen überall in Kauf. Katzentoiletten werden klaglos gesäubert, Exkremente riechen nunmal selten nach Parfüm. Weder tierische noch menschliche. Wenn Scherben wirklich Glück bringen, dann sollte ich innerhalb der nächsten 7 Jahre Millionärin werden, nach all den kaputten Vasen, Bilderrahmen, Kerzenhaltern und Gläsern. Ob man gerade Lust und Zeit hat zu kuscheln oder zu spielen ist ihnen herzlich egal, und wenn sie unbedingt ein Leckerli wollen wird solange gebrüllt und gemaunzt bis die Futterkammer geöffnet wird. Geschlafen wird bevorzugt auf dem Tisch oder dem Laptop, wahlweise der Spielesammlung und ganz klar im Bett. Wer braucht da schon Kuschelhöhlen und Kratzbäume?

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Damian, ca. 2 Monate alt

Tiere haben keine Lobby, Tiere brauchen unsere Stimme und Fürsorge. Denn sie können nicht für sich selbst einstehen und für sich selbst sprechen. Sie werden misshandelt, ausgenutzt, als Unterhaltungsinstrument eingesetzt, getötet. Sie werden als Nutztiere einem elenden kurzen Leben ausgesetzt das einzig und allein dem Profit dienen soll. Bitte macht euch Gedanken darüber, dass Schweine und Kühe nicht weniger wert sind als Katzen und Hunde. Sie sind intelligente Lebewesen mit Gefühlen und Empfindungen. Unsere Tiere sind auf uns angewiesen, sie brauchen Pflege im Krankheitsfall und sind keinesfalls eine hübsche Deko die wir in der Whiskas-Werbung gesehen haben und daraufin unbedingt haben wollen oder eine It-Designer-Must-Have-Bag der Saison die eine geringere Halbwertszeit hat als das Tankstellen-Sushi von Castrop Rauxel. Sie begleiten uns viele Jahre und daher müssen wir sie uns auch leisten können.

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Mama Dori, noch tragend

Am 29.05.2016  brachte unsere Dori 5 Kitten zur Welt. Es war sehr schön und faszinierend das miterleben zu dürfen. Vor allem erstaunlich, wie selbstverständlich aus dem reinen Instinkt heraus die Katze genau wusste was während der Geburt zu tun ist. Wie sie 5 Kinder nacheinander selbst entband, abnabelte, säuberte, die Nachgeburt auffraß und die Babies säugte. Wenn ich da an meine eigene Schwangerschaft und Geburt meiner Tochter denke, die ständigen Arztbesuche. Die Bücher und Ratgeber die ich las weil ich nunmal keine Ahnung hatte und nicht unvorbereitet sein wollte. Den Geburtsvorbereitungskurs, die Zeit im Krankenhaus, die Hebammenbesuche.. und und und. Natürlich will ich nicht den Menschen und die Katze eins zu eins miteinander vergleichen, der Vergleich hinkt, das ist mir klar. Aber wie wir unseren Instinkt ausschalten und die Verantwortung abgeben, das irritert mich mitterweile. Man sollte viel mehr auf seinen gesunden Menschenverstand hören und auf die innere Stimme achten. Nicht soviel Angst vor allem haben. Und nicht alle Entscheidungsgewalt in die Hände anderer Menschen legen, nur weil sie einen weißen Kittel anhaben. Kritscher werden, hinterfragen. Und zwar alles.

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5 auf einen Streich: Damian, Amanda, Gonzo, Max, Linus

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Last not least: Papa Dave

Einen schönen Restsonntag wünsche ich Euch!

 

M´era Luna 2016

„Na Steffi, fährst du dieses Jahr auch wieder nach Wacken?“ „Nee, da hast du was falsch verstanden, ich war noch nie in Wacken, was soll ich da? Ich fahre immer aufs M´era Luna..“ (Interesse des Fragenden erlischt augenblicklich). Das M´era Luna ist augenscheinlich nicht so bekannt und auch lange nicht so groß wie das Heavy Metal Festival in Wacken. Nach Hildesheim kommen nur läppische 25.ooo Leutchen – und damit ist das Gothic-Festival auch schon ausverkauft. Obwohl der Run auf Hotels und jegliche anderen Unterkünfte sowie auf Karten für nächstes Jahr enorm ist. Ich habe bereits vorgesorgt, Hotelreservierung abgeschlossen und Karten bestellt – auf Vorkasse. Die Lieferzeit beträgt diesmal 10 Wochen. Das gab´s noch nie.. ohne Witz. Aber hätte ich mir ja denken können. Naivchen ich. Was ist die Definition von Wahnsinn? Immer das Selbe zu tun aber ein anderes Ergebnis zu erwarten? Oder so ähnlich.

Tja, jedes Jahr nahm ich mir vor, mich sofort nach Festivalende um alles zu kümmern. (Nach dem Konzert ist vor dem Konzert). Tat ich aber nie. Dafür aber alle anderen. Im März oder April des Folgejahres war zu spät und somit in 2016 Zelten angesagt. AGAIN. BFF redete mit Engelszungen auf mich ein, machte mir ein großes Zelt mit „2 Zimmer, Küche, Bad“ schmackhaft. Das war nicht die schlechteste Idee und ich bin ja mehr als froh, dass sie fähig ist so ein Ding aufzubauen. Ich stehe da mehr oder minder herum, sehe gut aus und genehmige mir den ersten Drink. Manchmal nehme ich auch eine Teleskopstange in die Hand und hantiere wichtig damit herum… ich bin eben ein Hotelfurzer, so jetzt ist es raus! Mein Lamento beginnt spätestens dann wenn ein paar Nacktschnecken guten Tag gesagt haben.

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Ich hatte mich innerlich bereits auf alles eingestellt, (vorübergehender Verlust der Privatsphäre, Zähne putzen in einer Reihe mit 20 anderen, usw.) nur nicht auf die Tatsache, dass, egal wie früh man anreist, man immer das Problem hat keinen Platz für sein Zelt zu finden.

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Die Top Ten der Woche! Vol. 7

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Heute: Sexismus im Alltag

1. Wir könnten einen Werkunterricht für JUNGS veranstalten, denen können wir wenigstens einen Hammer in die Hand geben!
Mein Kopf singt langsam auf die Tischplatte.Ich gebe unkontrolliert Laute von mir – Tourette nicht unähnlich. 

2. Und wie wäre es mit Tanzunterricht für Mädchen? Frau W., hat ihr Sohn Paul auch Interesse? (Kichern..)
Ich bekomme Blitzherpes, ich merke es ganz genau. Ich spüre es bitzeln.. und mein linkes Auge zuckt so nervös als hätte ich zuviel Fernsehen geschaut.

3. Der Kühlschrank sollte dringend mal abgetaut werden! Hier! (Kollege öffnet demonstrativ  den Kühlschrank, schlägt mit der Faust aufs Eis).
Mach es doch selbst!? Mein Zorn dauert ca. 80 Wochen. Damit bin ich der Running Gag und werde ab sofort Alice Schwarzer genannt. Wenn ich die Wahl zwischen Verona und Alice hab – dann bin ich verdammt nochmal Alice!

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Pseudoliberalität.

Jeder wie er mag. Jeder nach seiner Fasson. Das soll jeder halten wie er will. Jedem das Seine.

Örk. Wer kennt sie nicht, diese pseudo-liberalen Sprüche. Vor allem mit Letzterem habe ich so meine minikleinen Probleme. Alles was einst zynisch in dicken Eisenlettern über einem KZ prangte finde ich persönlich in Redewendungen nicht sehr angebracht. Man stelle sich nur vor, man trottet Montagmorgens unmotiviert zur Arbeit und wird prompt von Kollegen getröstet: ach komm schon, Arbeit macht frei! Nee, oder?! Darum schüttelt es mich jedesmal wenn in Gesprächen und Diskussionen egal welcher Art, keine Haltung eingenommen und gezeigt wird, sondern oftmals der Abschlusssatz die sinnlose Phrasendrescherei krönt: ach – jedem das Seine! Igitt. Warum reden wir dann überhaupt?

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