Sign o´the times

Man könnte ja sagen, ich habe mir im Laufe der Zeit eine kleine Uhrensammlung zugelegt. Begonnen habe ich als Teenager mit einer DER damals angesagten Swatch Uhr. Dieser folgten noch zwei Swatch der Ausführung Baby-G mit Stoßschutz.

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Ich liebte diese Armbanduhren heiß und innig und sie hatten eine immense Wertschätzung und einen hohen Stellenwert meinerseits inne. Warum? Ich hatte nur diese drei und besaß mit 21 zarten Lenzen noch nicht die Kaufkraft wie heute. Für Designermode und Schmuck interessierte ich mich nicht, außerdem kam das geldmäßig überhaupt nicht in Frage. Dass jeder, wirklich jeder, in meinem Umfeld diese Uhren trug störte mich nicht. Ganz im Gegenteil. Sie gab innerhalb der Clique ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das änderte sich mit zunehmenden Alter. Plötzlich waren mir die Swatch zu laut, zu bunt, zu grell. Ich begann mich für elegantere Modelle zu interessieren. Außerdem war ich aus der Clique, aus Workerhosen und Buffalo-Brocken an den Füßen herausgewachsen.

Meine Armani-Phase war angebrochen. Ich hatte eine kleine Obsession entwickelt und wann immer ich es mir erlauben konnte, gönnte ich mir ein schönes Stück davon. Zuallererst kam die silberne Armbanduhr zu mir. Ich haderte ewig mit mir und überlegte wochenlang ob ich den Kauf wirklich tätigen sollte, da er ja eigentlich „unnütz“ war. (So rückblickend betrachtet waren Uhren für mich, was heute für die Blogger/Influencer-Welt die berühmten Chloé/Gucci/Dior/YSL-Taschen sind).  Die schwarze mit dem dunkelgrauen Zifferblatt hat eine besondere Bedeutung: sie war ein Geschenk zur Geburt meiner Tochter.

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Die dunkelbraune hatte ich aus Amerika mitgebracht. Die mit dem roten Zifferblatt hatte eigentlich ein ebenso rotes Band aber dieses ging kaputt und Ersatz konnte mir auch keiner geliefert werden. So ähnlich verhielt es sich mit der cognacfarbenen, diese hatte ursprünglich eine weißes, sehr originelles Band, das sehr schnell zerschliss und unansehnlich geworden war. Ich war enttäuscht und nicht mehr bereit hohe Summen für eine Uhr auszugeben die ihr Geld in manchem Fall – aber nicht in jedem Fall wert war.

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Es folgten abschließend noch Fossil, Guess und Ratius. Heute kann ich aus vielen Armbanduhren verschiedenster Farben und Formen auswählen. Passend zu jeder Tonart, zu jedem Outfit, zu jeder Stimmung. Einziger Wermutstropfen: der Batteriewechsel. Die Uhren liegen teilweise lange und ungetragen und brauchen dann eine neue Batterie die man teilweise nicht selber wechseln kann. Darum heißt es: erst ab zum Juwelier und kostet dann auch ensprechend bei der Menge.

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Als ich meine BFF im Sommer fragte, was sie sich zu ihrem runden Geburtstag wünscht kam ohne zu Zögern die Antwort: eine neue Armbanduhr! Eine schöne Idee. Ein beständiges Geschenk das hoffentlich Jahrzehnte überdauert und  bei dessen Anblick  man sich daran erinnern kann, von wem und zu welchem Anlass man die Uhr bekommen hat. Den Kassenzettel hatte ich selbstverständlich aufbewahrt, aber zum Glück gefiel die Uhr der jetzigen Trägerin. Wer noch ein Weihnachtsgeschenk für einen lieben Menschen sucht, der ist mit stilvollen Uhren hier ganz gut beraten. Ich für meinen Teil würde die rosa Lacoste nehmen 😉 die würde ich mir doch glatt schenken lassen.. noch 10 Tage bis Weihnachten!!

2 Gedanken zu „Sign o´the times

  1. An Baby-G und Swatch erinnere ich mich auch noch sehr gut – mit was für einem Stolz hab ich damals meine erste Baby-G ausgeführt 🙂 Dein Artikel ist Anlass dafür, meine Uhren – die leider viel zu oft ihr Dasein im Schrank fristen – wieder rauszukrusteln.

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