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Meine Vorsätze für das kommende Jahr 2017!

Dieser Blogpost an sich ist eine Rarität, weil ich mir an Silvester grundsätzlich nie etwas vornehme, oder besser gesagt: vornahm. Wenn, dann handelte es sich eher um erzwungene “Vorsätze”, so nach dem Motto: du hörst auf zu rauchen sonst ist Schluss! Unnötig zu erwähnen, dass ich zuerst heimlich rauchte – und dann den Typ in den Wind schoss. Soviel zum Erzwungenen im Leben. Entweder es kommt freiwillig von Herzen oder es hat keinen Wert. Umso bedeutungsschwangerer also, dass ich mir folgendes zu Herzen genommen habe:

Aus meinem Herz keine Mördergrube mehr machen.
Wiktionary erklärt diese Redewendung folgendermaßen: andere Redewendungen, die für Offenheit stehen:

  • kein Blatt vor den Mund nehmen
  • etwas frank und frei aussprechen
  • das Herz auf der Zunge tragen
  • Klartext sprechen
  • frei von der Leber weg reden
  • mit etwas nicht hinter dem Berg halten
  • seiner Zunge freien Lauf lassen

Ärger und Frust für sich zu behalten, in sich hineinzufressen und die eigene, vielleicht unbequeme Meinung nicht zu äußern, bringt auf die Dauer nur Bauchschmerzen und macht buchstäblich körperlich krank. Damit meine ich aber ausdrücklich nicht: haten. Gestänkere ist einfach blöd. Noch blöder: Herzensangelegenheiten anderer madig zu machen. Hat keinen Stil. Ich habe meine Lektion aus der Vergangenheit gelernt. Sagte ich was ich dachte, bekam ich Schwierigkeiten. Hielt ich die Klappe und zog mich aus allem raus bekam ich ebenso Kritik. Fazit: ist doch egal was man macht, irgendwer zieht immer eine Fresse! Wenn man Glück hat sagen sie es einem ins Gesicht und sind um Klärung bemüht, wenn man Pech hat geht es hintenrum und man erfährt es über Dritte. Igitt.

Mich nicht (mehr) unter Wert verkaufen.
Warum nur fällt es Frauen so schwer, ihren Wert und ihren Preis vor allen Dingen in geschäftlichen Angelegenheiten zu nennen und zu fordern? Zuviel Bescheidenheit tut hier nicht gut. Was nichts kostet ist nämlich auch nichts wert. Vielleicht könnte mir einmal eine “toughe Businessfrau” beibringen wie man bei Gehaltsverhandlungen standfest, überzeugend und souverän bleibt? I will never learn.. Das weibliche Geschlecht ist nämlich gerne mal “dankbar” für einen Job. Habe ich von einem Mann in dieser Form glaub ich noch nie gehört? Dankbar. Hm. Vermutlich wurde uns das jahrelang eingeimpft, bewusst oder unbewusst trauen sich nämlich viele nicht das zu nehmen was ihnen zusteht, sondern ziehen eher noch das Genick ein. Ich eingeschlossen. Doof. Aber ich lese das eben auch oft schwarz auf weiß, von “großen” Bloggerinnen. “Ich durfte dies, ich durfte das, ich durfte jenes.” Das hört sich nicht nach einer geschäftlichen Kooperation an, sondern nach einem kostenlosen Gefallen. Und das führt in die Irre und hinterläßt zumindest bei mir einen schalen Beigeschmack.

Zwei Boxeinheiten pro Woche, außer es geht donnerstags in die Fabrik.
Wenn der utopische Fall eingetreten ist, dass ein notorischer Couchpotato der wenn er schonmal aufsteht, lieber einen draufmacht – und in seinem Leben mehr Aspirin als Obst zum Frühstück hatte – als zum Sport zu gehen ein Workout gefunden hat, welches ihm Spaß macht dann sollte er dranbleiben. Denn eigentlich hat dieser unvernünftige Mensch keinerlei Interesse an Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, koronaren Herzerkrankungen, Schmerzen im Bewegungsapparat und all diesen hübschen Dingen die zu Volkskrankheiten geworden sind. Nö, da nimmt er lieber Muskelkater in Kauf. Wohlwissend, dass dieser Schmerz  zu etwas Gutem führt. Alla hopp…

Mir nicht mehr das immergleiche Gejammer von Leuten anhören, die zwar ihre Situation ändern könnten aber dies nicht tun (wollen).
Ich habe darauf keine Lust mehr. Ganz ehrlich, ich finds nur semicool…  ich halte mir in Zukunft die Ohren zu. Von den Fusseln an meinem Mund vom unnötigen Reden könnte ich meinen Katzen Pullover stricken. Suchts euch einen guten Friseur, Therapeut oder eine simple Parkuhr. Die nimmt nur einen Euro pro Stunde fürs Zuhören. Für gute Gespräche (Dialoge!!), konstruktive Kritik, Ratsuche u.ä. bin ich aber weiterhin offen und dankbar. Is klar ne!! Free drinks included. Wozu sonst wohne ich in einer Bar..

Erst denken, dann sprechen. Resp. Schweigen und mich teilweise gar nicht äußern.
Auch das werde ich vielleicht niemals lernen. Ständig rutscht mir irgendein Unsinn heraus. Meist unbedacht, oft verletzend, zu krass und beleidigend. Mit Tourette kann ich mich nicht herausreden, ich hab kein Tourette. So jetzt ist es raus. Ich habe überhaupt keine fancy Krankheit, null nada! Meine Persönlichkeit ist schuld.  Ich sollte einfach nur denken und dann sprechen. Ich übe das jetzt aber! Ich übe mich in Schweigen, das fällt mir nämlich unendlich schwer. Andere tun sich da um vieles leichter, wenn ich so überlege wie oft ich ins Leere laufe und keine Anwort bekomme… also, falls mir jemand 3 Wochen Schweigekloster finanzieren will, dann her mit der Kohle. Bankverbindung gibt´s per PN.

Nach wie vor das Wort „perfekt“ nicht benutzen.
Es gibt kein „perfekt“. Wenn ich des Öfteren lese, perfekt, perfekter, am perfektesten dann wird mir schlecht. Gerade  im Modebereich. Die perfekte Bluse. Die perfekte Jeans. Der perfekte Mantel. Schwachsinn. Gibts nicht. Bei all den verschiedenen Figuren auf dieser Welt, wo soll da ein in Masse hergestelltes Produkt perfekt auf hunderte Trägerinnen passen. Maßgeschneidert, joa da lasse ich mir den Ausdruck vielleicht gerade noch so gefallen. Tolerant wie ich bin, ha! Oder eine perfekte Beziehung… geschenkt. Gibbet ebensowenig. Wer erzählt, dass es Zuhause keine Unstimmigkeiten gibt, der lügt oder verdrängt. Außerdem müssen wir der unangenehmen Tatsache ins Auge sehen, dass wir nach der Brangelina-Trennung sowieso alle im Arsch sind! Wenn es ein Paar von solcher Schönheit, Talent, Reichtum und dazu noch einem Stall voll gesunden Kindern on top  nicht schafft – wer dann??? Wer mir jetzt unnötigerweise und sinnfrei erklären will, dass die Kids teilweise adoptiert sind – ICH WEISS. Auch ich gehöre zu den heimlichen Konsumenten der Prominews die sonst nie jemand liest oder anschaut. Gucken doch alle nur Kulturzeit oder haben keine Zeit für sowas. Genauso wie ich.

Ich verabschiede 2016 mit einem Schulterzucken und hoffe auf ein besseres Jahr. Mehr Todesfälle gehen nicht. Man traut sich ja kaum Nachrichten zu schauen oder das Handy einzuschalten. Zwar war ich nicht unmittelbar persönlich im Familien- oder Freundeskreis betroffen aber nicht minder getroffen was sich da im weiteren Bekannenkreis abspielte. Todesfälle, Krankheit, Unfälle, Pleiten Pech und Pannen soweit das Auge reichte. Mir reichts jetzt, ich geh shoppen… bis nächstes Jahr! LG eure Red

26.11.2016 008

Sign o´the times

Man könnte ja sagen, ich habe mir im Laufe der Zeit eine kleine Uhrensammlung zugelegt. Begonnen habe ich als Teenager mit einer DER damals angesagten Swatch Uhr. Dieser folgten noch zwei Swatch der Ausführung Baby-G mit Stoßschutz.

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Ich liebte diese Armbanduhren heiß und innig und sie hatten eine immense Wertschätzung und einen hohen Stellenwert meinerseits inne. Warum? Ich hatte nur diese drei und besaß mit 21 zarten Lenzen noch nicht die Kaufkraft wie heute. Für Designermode und Schmuck interessierte ich mich nicht, außerdem kam das geldmäßig überhaupt nicht in Frage. Dass jeder, wirklich jeder, in meinem Umfeld diese Uhren trug störte mich nicht. Ganz im Gegenteil. Sie gab innerhalb der Clique ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das änderte sich mit zunehmenden Alter. Plötzlich waren mir die Swatch zu laut, zu bunt, zu grell. Ich begann mich für elegantere Modelle zu interessieren. Außerdem war ich aus der Clique, aus Workerhosen und Buffalo-Brocken an den Füßen herausgewachsen.

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Stressed out?

Was ist in der Adventszeit eigentlich los? Warum hat man ständig so viel um die Ohren und wie lässt sich das dezimieren, respektive abstellen? I have no fucking idea. Ich bin nur froh, wenn dieses Zweitausendfickzehn endlich vorbei ist. Jemand hat mal zu mir gesagt, Schaltjahre seien keine guten Jahre. Ich habe mir das gemerkt, damals. Und dieses gefährliche Halbwissen auch ab Januar ständig gepredigt, und zwar allen die es hören wollten. Und denen, die es nicht hören wollten auch. Nur ein Beispiel: am 10. Januar starb David Bowie und ich wertete das als sehr schlechtes Zeichen für das noch junge, geradezu jungfräuliche Jahr. Nun maße ich mir nicht an mich als Fan oder Insider zu bezeichnen, aber manchmal ist es doch so: erst wenn etwas Großartiges weg ist bemerkt man, wie einschneidend der Verlust ist und wie einzigartig der Mensch oder die Sache die er geschaffen hat, war.

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Sweater: H&M
Socks: H&M
Boots: Bershka
Rock: Vintage

Amsterdam II

Amsterdam ist auch im Dezember sehr schön und hat seinen eigenen, ganz speziellen Reiz. Wenngleich der Aufenthalt nur kurz war, so war er doch nicht minder intensiv und  beeindruckend. Obwohl ich zugeben muss, dass die Menschenmassen und Killerfahrräder mir doch etwas auf die Nerven gehen. Ständig aufzupassen dass die Radler einen nicht über den Haufen fahren stresst mich, da ist das Dauergehupe in New York ein Dreck dagegen und Paris weitgehendst ruhig 😉 Wer denkt ich übertreibe, der weiß nicht, dass ich in hundert Millionen Jahren noch NIE übertrieben habe..

Naja, die Dorfpflanze lässt grüßen. Die Großstadt ist unsereins einfach nicht gewöhnt. Obwohl ich mir sehr gut vorstellen könnte in einer Stadt zu wohnen, wo vor der Haustür das bunte Leben pulsiert und man alles zu Fuß oder per Bahn erreichen kann. Wozu braucht man da ein Auto? Das funktioniert wahrscheinlich eh nicht mangels Parkmöglichkeit. Da wo ich lebe ist man ohne Auto zwar nicht komplett aufgeschmissen, aber mit auf jeden Fall besser dran. Was fehlt ist die Inspiration, das Aufregende und Vielseitige. Ich schätze mal, alles hat seine Vor-und Nachteile, wie alles im Leben eigentlich. Dafür zahlt man hier nicht ein Vermögen für Wohnraum. Da hätten wir wieder einen Vorteil.

Jedenfalls sind hier ein paar winterliche Impressionen aus dem liberalen und mir ans Herz gewachsenen Amsterdam, welches ich nur ab und zu besuchen kann bis ich mir ein schickes Loft an der Prinsengracht leisten kann.

066 064 060 Continue reading

#ootd: Floral dress

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Dieses Jahr konnte mit einer Menge “cooler” Trends aufwarten:

  • Bomberjacken in allen Farben, bestickt oder pur. Been there, done that. Meine erste Bomberjacke hatte ich mit 14. Sie war mein Stolz und meine Freude. Die Schulkollegen durften (mussten) auf dem orangefarbenene Innenfutter mit schwarzem Edding unterschreiben. Scheiße was waren wir cool!! Vor ca. 3 Jahren versuchte ich mich in einem Revival mit einer schwarzen Bomberjacke aus dem Army-Store meines Vertrauens. Die Rechnung ging nicht auf… ich sah aus wie ein Preisboxer. Die Jacke gammelt nun ungetragen im Ankleidezimmer vor sich hin. Money for nothing.
  • Die Farbe rosa. Ein Mega -Trend, bevorzugt in Form von Arbeiter-Stiefeln, kuscheligen Pullovern und It-Pieces aus Samt. Zugegeben, besagte Stiefel hätte ich schon gerne. Den rosa Pullover aus Samt auch. Und die Bucket-Bag, ich finde sie einfach wunderschön. Ach, was sagen die Firmen-Insider, es gibt kein Weihnachtsgeld? Mal wieder? Noch so ein Trend! Tja, kein rosa für mich, in gar keiner Form. Gestrichen. Genau wie meine Gratifikation.

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Eingeimpfte Unzufriedenheit

Kürzlich las ich einen genialen Text der mich ziemlich umgehauen hat. Nun beklatsche ich diesen aus vielerlei Gründen. Was Theresa Lachner nämlich hier in ihrem Artikel

Du hast aber doch so ein hübsches Gesicht

auf lvstprinzip.de schreibt, spricht mir aus der Seele – erdreiste ich mich doch, ebenfalls aus dem Size-Zero-Raster zu fallen, und das auch noch ohne eingezogenes Genick. So nach und nach kamen beim Lesen alte, verschüttete Beleidigungen wieder in mir hoch. Ja, es kam mir regelrecht hoch. So, als müsste ich mich übergeben. Lange verdrängt, irgendwann vergessen und nun wieder an die Oberfläche blubbernd. Bezeichnend, wie dumme Sprüche eine Frauenseele nachhaltig verletzen können. Haben wir doch über die Jahre gelernt, mit uns selbst unzufrieden zu sein. Die Gehirnwäsche wirkt, verdammt – und WIE sie wirkt.

Zitat Theresa Lachner:
“Ihr, das sind leider nicht nur ältere, frustrierte Frauen, die ihre Körperscham auf mich übertragen und sich irgendwie davon provoziert fühlen, weil ich mich einfach weigere, mich wegen ihrer von wem auch immer vorgegebenen Standards genauso beschissen zu fühlen wie sie.”

“Du und ich, wir haben eben keinen schönen Busen!” “Bitte sprich nur für dich selbst!”
“Oh, hast du zugelegt? Du siehst so aus, als hättest du zugenommen.” “Steinigt mich! Nehmt einen großen Stein, einen flachen, und eine Packung Kiesel!!”

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Das Ende einer Subkultur

Wo waren wir vor 5 Jahren und wo sind wir jetzt? Das Ende unserer Clubs ist nah.  Soll hier einer Subkultur der Gar ausgemacht werden? Oder bilde ich mir das nur ein. Wer weiß das schon so genau, auf Verschwörungstheorien stand ich schließlich schon immer. Hier die Fakten:

Wer auf schwarze Musik stand und steht hatte in unserer Region „sichere“ Anlaufstellen:

  • Culteum Karlsruhe
  • Nachtwerk Karlsruhe
  • Schwimmbadclub Heidelberg
  • MS Connexion Mannheim

Mittlerweile sind zwei dieser vier Clubs geschlossen. Ein schlechter Schnitt, behaupte ich.

Das Culteum in Karlsruhe. Meiner Meinung nach einer der besten Clubs in der Umgebung. Ein alter Gewölbekeller um nicht zu sagen Bunker mit verschiedenen Floors, modrig und unheimlich stimmungsvoll.  Dieser beherbergte nicht nur die schwarze Szene, sondern unter anderem auch die Subkultur der schwulen-/und SM-Szene. Außerdem fand hier regelmäßig der Kitkat-Club statt. Mitte August wurde der Club nach einer Brandschutz-Inspizierung ad hoc dichtgemacht. Welche Maßnahmen eingeleitet werden sollen/müssen und wann mit einer Wiedereröffnung  gerechnet werden kann ist völlig unklar. Ich mache mir da meine eigenen Gedanken. Vielleicht ist es so ganz recht und billig dass die sogenannte Freaks nicht mehr zum Culteum pilgern? Nun ist dieser Club nicht ausgelagert in einem Industriegebiet zu finden, wie man das in der Stadt gerne macht, sondern inmitten der Stadt zwischen Privatwohnungen angesiedelt. Ich frage mich, wer stört sich an Gothics, Paradiesvögeln und sexy gekleideten Clubbesuchern die nichts weiter tun, als vom Auto in den Club zu gehen – um dort unter sich zu sein. Dieser darf sogar eine Klingel sein Eigen nennen und ist obendrein im Keller untergebracht (ich nehme an, von Ruhestörung kann keine Rede sein). Hat hier die oversexed und underfucked Gesellschaft ein Problemchen mit Lack, Leder und Latex? Ich meine, ich muß mir im Alltag soviele würde-und stillose Crogs in allen Farben anschauen, Ballerinas und Röhrenjeans, soweit das Auge reicht,ich würde deren Träger sehr gerne mit Spaß-Embargos und Sanktionen belegen.  Da nützt es nur wenig dass Christopher Kane seine Models mit Crocs über den Laufsteg schickte. Sie sind und bleiben entsetzlich. Die Crocs. Nicht die Models.

Der Schwimmbad Club in Heidelberg. Eine Institution seit über 3 Jahrzehnten und absolut geile Location auf 4 Ebenen. Ich meine, was gibt es Cooleres als in einem alten umgebauten Schimmbad zu tanzen? Das “Schwarze Schwimmbad” fand hier einmal im Monat statt und konnte sich innerhalb seiner Subkultur nochmals aufteilen, in die verschiedenen Stilrichtungen EBM, Industrial, Mittelalter, Metal. Ebenfalls einmal im Monat fand die Depeche Mode Party statt, für uns Devotees war das pures Glück und ein fester Termin im Kalender. Nirvana hatten hier einst einen Live-Auftritt, tja – lang lang ist´s her… Der Club finanzierte sich rein privat ohne städtische Subventionen. Die Kultur-Steuergelder pumpt man lieber in 2 andere Clubs – mit gefälligerer Musik die vor allem niemandem weh tut. Autsch. Der Schwimmbadclub sei zu alt und müsse zu aufwendig und komplett saniert werden, so die Begründung. Scheiden tut weh!

Schade, dass der Zug der Mittelmäßigkeit keine Minute Verspätung hat, nein, er ist seiner Zeit sogar voraus. “39,90” läßt grüßen. Neue Bars, Restaurants und Cafés sprießen nämlich aus dem Boden wie das Unkraut in meinem schlecht gepflegten Vorgarten. Nun möchte ich diese Lokale keinesfalls verunglimpfen, Hunger und Durst habe sogar ich immer mal wieder und verkehre aus diesem Grund ab und an in den Mauritiuses, Mosch Moschs, Liebesbeefs, Sushi Circles und Coffee Fellows dieser Welt. Aber diese Abende sind mehr oder minder belanglos, eigentlich der Nahrungsaufnahme gewidmet, der Cocktail ok, und das Gefühl etwas zu verpassen beschissen. Was den Unterschied ausmacht ist die Einzigartigkeit des Unikats im Vergleich zu einer Kette/Franchise Unternehmen.  Was ich vermisse, sind die Abende und Nächte an einem einzigartigen Ort mit Charisma und Seele – wo ich keiner elendig dudelnden Popmusik ausgesetzt war, wo jeder jeden irgendwie kannte und sei es nur vom Sehen, wo Fußball, Verdienst, Prestige, Auto und Status nicht von Bedeutung waren. Wo man sich nicht mit Befindlichkeiten herumschlagen musste sondern alle das Gleiche wollten: in Ruhe unter sich sein und zwar im Outfit das man liebt und schätzt und mit der Musik die einen glücklich macht. Schade dass diese genialen Einzelstücke nicht mehr zugänglich sind aber dafür viele andere 08/15-Locations Kasse machen. Ein Synonym und Sinnbild für sovieles.. gesellschaftlich betrachtet. Aber das ist ein anderes Thema.

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