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Keine richtige Frau?

Heute fing der Tag besonders “toll” an. Ich musste in Facebook lesen, ich sei keine richtige Frau. Warum, wieso, weshalb der Blödsinn? Aber von vorn..

Es ging nicht um mich persönlich. Aufhänger war ein Artikel, dass Daniela Katzenberger mit ihrem Baby nach 5 Tagen das Krankenhaus verlässt. (Wer es nicht mitbekommen hat: sie entband ihre Tochter per Kaiserschnitt in der Klinik). Die Kommentare der FB-User darauf: gewohnt unterirdisch. Ein Bekannter von mir schrieb darunter: “Eine richtige Frau verlässt nach 2 Tagen das Krankenhaus!” Da möchte man doch spontan Deichkind zitieren:

“Danke für den Kommentar / das gefällt mir (NICHT) / like mich am Arsch.” Solche Äußerungen haben überhaupt keinen Stil. Ich war sauer und schrieb ihm “Danke für das Update, dann bin ich also keine richtige Frau, weil ich nach dem Kaiserschnitt 7 Tage im Krankenhaus war”. Ich bin also keine richtige Frau. WAS bin ich denn? Ein Mann? Ein Transgender? Stinkig und in explosiver Stimmung in der ich mich befand war zog es seine Kreise, ich wurde schlussendlich noch ausfällig und beleidigend. Fakt ist, ich fühlte mich angegriffen. Persönlich angegriffen. Wie in aller Welt kommt ein Mann darauf, so etwas zu posten? Es ist fast schon zweitrangig mittlerweile. Mein Zorn ist verraucht. Fast schon möchte ich dem Ahnungslosen über den Kopf streicheln. (Mutterinstinkt?!?) Er kann ja nicht wissen was ich weiß, und am eigenen Leib erlebt habe. Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit. Gefolgt von monatelangen Problemen mit der Narbe und als Krönung des Ganzen 2 Bandscheibenvorfälle. KEINE FRAU? Stimmt. Kriegerin trifft´s eher! Drama Baby, Drama…
Damit wir uns hier nicht falsch verstehen: ich jammere nicht, ich beschwere mich nicht. Ich zähle lediglich die Fakten auf.

Der werte Kommentator steht ja dummerweise mit seiner Meinung nicht alleine da. Nein, bei Weitem nicht. Gerne zerfleischen sich Mütter gegenseitig bei der Olympiade der Mutterschaft. Wer verlässt zuerst das Krankenhaus und arbeitet sich wieder den Arsch ab um nicht als Weichei dazustehen? Was für ein Blödsinn. Oder hat vielleicht diejenige gewonnen, die zuhause entbunden hat? Und was genau hat sie denn gewonnen? Lasst es mich wissen! Zeigt mir den Preis! Und den Männern mit dieser schönen Meinung sei gesagt: vielleicht reißt euch auch mal ein Chirug mit 2 Händen den Bauch, die Sehnen und die bei euch nicht vorhandene Gebärmutter auseinander “Stichwort: SANFTER KAISERSCHNITT”. (Googelt es doch Spaßeshalber einmal, heutzutage ist das Smartphone mit der Hand verwachsen und es stellt daher kein Problem dar, an diese Information zu kommen). Ihr steht ganz sicher sofort danach wieder auf und macht mit eurem gewohnten Leben weiter, hamsterradmäßig, denn ihr seid ja nicht verjammert, empfindlich und verpfienzt und “früher hatten die Frauen auch keine Elternzeit!” Bestimmt auch ohne Narkose oder Spinalanästhesie. Wie in der Steinzeit.

Ganz klar, es gibt nichts Schöneres auf dieser Welt als eine vorübergehende Querschnittslähmung. Das ist wie ein Picknick im Park! So oder so, eine Geburt tut weh und ist eine Grenzerfahrung, sei es spontan oder per KS. Und dafür haben Frauen und Mütter Respekt verdient. Unterstützung verdient. Despektierlich, dies als lapidare Alltagstätigkeit abzutun! Ich habe diese Respektlosigkeiten sowas von satt. Es handelt sich hierbei nicht um den Abwasch oder das Wegbügeln eines Wäschebergs, sondern hier quetschte sich jemand etwas in der Größe einer Melone durch die Öffnung einer Zitrone resp. ließ sich das Baby aus dem Leib herausschneiden. Deal with it!!!

Mein Fazit:

Oh doch, ich bin eine Frau. Und was für eine!! (Beweihräuchere dich selbst, sonst beweihräuchert dich keiner). Wer die Ironie in diesem Text findet, der darf ihn wie immer behalten.

Liebst, Eure RED

*Bilder folgen asap! Ich kann ja auch ganz uneitel (selten!!) und will von daher einmal aufzeigen wie man (ich) nach dem Eingriff aussieht. Och, wie das blühende Leben.. weißer als eine Wand. Stay tuned!

M´era Luna 2015 – so war´s!

Zum x-ten Mal M´era Luna, zum ersten Mal Zeltplatz. In meinem Leben. Ich dachte mir und ahnte, das wird assi. War es dann auch. Nuja, mit viel Dosenbier und Mixgetränken lässt sich so einiges schönsaufen. Wenngleich auch nicht alles. Im harten Tageslicht bleiben 2 Dinge die ich nicht brauche: Dixi-Toiletten und Camping-Duschen. Ich bin und bleibe eine 4-Sterne-Braut, da beißt die Maus keinen Faden ab. Ja, lacht nur. Nächstes Jahr liege ich wieder im kuscheligen Bettchen und brauche keine Tonnen von Desinfektions-Tüchern. Glücklicherweise sieht die BFF das genauso. Tina, schön dass wir uns wieder mal einig sind!

Zugegeben, wir hatten jede Menge Spaß und neue Leute kennengelernt, uns sehr amüsiert und ich habe wirklich schon lange nicht mehr so gelacht. Schön war, dass man altersmäßig Fun mit 19- bis 50-jährigen hatte und die Frage nach Beruf, Status und ähnlichem langweiligen Alltagszeugs überhaupt nicht aufkam. Es hat schlichtweg nicht interessiert.  Nie hätte ich gedacht, dass ich Freitag nachts nach chaotischer Anreise, stundenlangem Zeltaufbau und Flunky-Ball mit den Nachbarn noch die Energie haben würde mich auf dem Gelände durchzufressen und dann vor dem Hangar zu tanzen, in den Klamotten vom Tag, weder umgezogen noch angemalt – und dazu noch in Birkenstocks und Flip Flops. Witzig!!!

 

Ja, ja… doch… morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung!
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Ruhe sanft, ja von wegen! In unserem Fall switchte man auf dem unebenen  Boden doch gern mal von der Luftmatratze^^023

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Ich stehe eigentlich nicht auf Mittelalter, aber die Jungs von Saltatio Mortis haben es wirklich gebracht. Die Stimmung war grandios und das Crowdsurfing fand ich auch super, vor allen Dingen deswegen weil es verboten war *ggg*. Sehr sympathisch auch, dass der Sänger danach zu den Fans kam, für Fotos und Autogramme.085

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Blutengel, immer wieder sehenswert. Gerade oder trotz der Kritik, man hätte es hier mit Helene-Fischer-Gothic zu tun. Schade dass immer wieder solche Stereotypen bedient werden müssen. Ich könnte gut und gerne darauf verzichten. 086

 

Brutalste Überraschung und mein heimlicher Favorit: Joachim Witt. Ich hatte ja keine Ahnung, dass mir seine Musik eine solche Gänsehaut verursachen würde. Und zwar auf die gute Art. Klar kannte ich “Der goldene Reiter” und “Die Flut”, aber live ist nochmal eine ganz andere Nummer. Herr Witt, das werde ich so schnell nicht vergessen und Sie als eine coole Sau in Erinnerung behalten! Danke dafür!040

 

In meiner musikalischen Welt gibt es folgende Staffelung:

1) Depeche Mode
2) Placebo
3) Apoptygma Berzerk

Und hier durfte ich Nummer 3 wieder einmal erleben, und zwar Front of Stage. Hierfür nimmt man auch 42 Grad und knallende Sonne in Kauf.  Einer der Gründe warum wir das M´era Luna so lieben: das Festival ist super organisiert und hier wird keiner im Stich gelassen. Danke liebe Jungs von der Security, die uns mit Wasser versorgt und umsorgt haben.  Und was Apop betrifft… was soll ich mehr sagen als: HEAVEN! Nur schade dass die Landung danach umso härter ist. Jedes einzelne mal.052

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ASP, sehr geil. Lange unterschätzt doch heute umso lieber gewonnen. Hoffentlich kommt ihr noch oft nach Hildesheim! “Und wir tanzten..”133

 

Rob Zombie habe ich zum ersten Mal live erlebt. Mir fällt nur ein Wort ein: sexy. Ein Mann von 50 Jahren mit solch einer Ausstrahlung und Energie. So etwas sieht und hört man nur selten! Liebe Sheri Moon Zombie, hast duuu ein Glück ;-) Dein Männe war das Highlight vom Samstag! In der Band sind auch 2 alte Bekannte: John 5 und Ginger Fish von Marilyn Manson, ich habe sie sogar ohne Brille und erkannt… mich hat es jedenfalls total weggehauen. Geil!128

Noch 361 Tage bis zum nächsten M´era Luna! Ich verspreche beim heiligen Dracula, dass ich mich rechtzeitig um Karten und Unterkunft bemühen werde! M´era forever, Camping never!!

Rot / weiß / schwarz

Rot wie Blut

Weiß wie Schnee

Schwarz wie Ebenholz

So klingt es im Märchen der Gebrüder Grimm. In der Realität klingt es so: “Steffi, willst du dir nicht mal die weißen Strümpfe ausziehen??” Nee ihr Lieben, ich bleibe dabei. Ich gehe mich eher monden als sonnen und bleibe blass. Und das sehr gerne. Waren es nicht die “White Stripes”, die Jahre lang die rot/weiß/schwarze Kombi trugen, und zwar ausschließlich diese? Yes. Funktioniert und man vermisst  nichts.

Ein dünnes Sommerkleid ist bei 80, ach was sag ich, 100°C alles was man am Leib braucht. Hochsommer olé, ich halt dich aus!

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Gebeutelt…

Habe ich euch DEN eigentlich schon gezeigt? Ich glaube nicht… – dann wollen wir mal. Noch mal etwas Neues von der Turnbeutel-Front. Diesmal von Kream, in der freundlichen Fuck-you Version ;-) sehr schöne Details: die Minimittelfinger, all over verstreut. Und goldiges in der Innentasche.

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Isser nich schön? Eine nette Abwechslung im braunen Handtaschen-Einerlei. Für den Moment auf jeden Fall cool UND zur Abwechslung mal praktisch – man hat die Hände frei!

#ootd – Maxidress

Lieber erster August, was hätten wir denn heute gerne? Ich schätze mal: Sommer, Sonne, Kaktus. Dann komm mal her du, Maxidress. Lang, leicht, luftig, mit maximaler Beinfreiheit. Ich weigere mich zu glauben dass du wirklich nur für den Strand geeignet bist. Für einen Stadtbummel wären hohe Schuhe einfach nur albern, darum habe ich die bewährte Kombi mit Sneakers gewählt. Nicht ganz uncool wie ich finde. Die alte Jeansjacke hat zwar auch schon mal besser gepasst, aber zum Glück hat sie einen Stretchanteil *ggg*. Anscheinend sollte ich weiterhin detoxen, hahaha! Aber nicht heute.. nein heute nicht. Es ist WOCHENENDE und dem Jieper nach Wein wird definitiv nachgegeben. So! Bums aus Nikolaus. Ein schönes Restwochenende ihr Lieben!
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Detox total

Seit ein paar Tagen habe ich eine Challenge mit mir selbst (oder eher: gegen mich selbst?) die da heißt: Detox. Detox total. Völlig. In so ziemlich allen Bereichen in denen ich nicht haushalten kann und gewohntermaßen über die Stränge schlage. Ich habe mich also quasi selbst herausgefordert beim Essen, Trinken, Shoppen. 5 Tage lang flüssige Nahrung, regelmäßiges Sportprogramm und nicht sinnlos shoppen gehen. Goodbye schwaches Herz, hello and welcome Willensstärke! Du warst lange verschüttet aber nun gräbst du dich wieder an die Oberfläche zurück. Zum Glück! Komischerweise funktioniert die „Entgiftungswoche“ ganz gut,  sogar ohne dass ich Mordgedanken habe.

Meine BFF ist glücklicherweise mit am Start und ich muss wirklich sagen: zusammen detoxt es sich besser und geteiltes Leid ist halbes Leid. Danke du Gute, dass du immer bei mir bist!! Zugegeben:  es wird nach eigenen Spielregeln gedetoxt . Es gibt Obst- und Gemüsesmoothies, Matchatee aber auch Kaffee. Megahunger trieb mich dazu, mir einen Bananenshake zu machen. Ich fand noch Chia-Samen im Schrank und auch diese fanden ihr selig Ende in einem Mixgetränk. Tina lieh mir ein Buch zum Thema 1 Woche Detox aus, das ich aber aus Faulheit nur überflogen habe und nicht komplett durchgelesen. Wie gesagt, eigene Regeln ..

Wieso das Ganze? Das ständige Leben im Überfluss konnte so nicht weitergehen und die eigene (körperliche) Unzufriedenheit ging mir selbst auf die Nerven. Es muss doch möglich sein wenn man das ganze Jahr über schlemmen kann, sich auch mal ein paar Tage zurückzuhalten, quasi ein bissel zu „reseten“ und den elenden Schweinehund zu besiegen, den inneren. Bin ich Herr über meine Süchte, kann ich´s? Yes I can. Sich selbst aufzupeitschen kann nicht schaden. Johannes sagte immer „Geh zum Training, auch wenn du kotzen musst. Was soll´s. Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt!“ und ich dachte mir, er hat verdammt recht.  Keine Ausreden mehr. Ich prügel jetzt die Sch***e aus mir raus. Fazit: alles Kopfsache. Zumindest bei mir.

Schwierig wird es natürlich wenn ich Essen für den Nachwuchs zubereite. Wenn leckere Schupfnudeln in der Pfanne brutzeln kann man nur schwer seinen eigenen Sabber aufhalten. Geist über Körper, Geist über Körper, Geist über Körper!!!! Seien wir mal ehrlich, je älter man wird (Hallo runder Geburtstag im nächsten Jahr!) desto schwieriger wird’s sich auf einem zufriedenstellenden Körperlevel zu halten. Man hat das Gefühl, ALLES setzt an. Dies gilt natürlich nicht für die wenigen naturdünnen Menschen, die soll es ja auch geben. Ich gehöre nicht dazu, ergo muss ich was tun. Wichtig für mich war, mich seelisch und moralisch darauf vorzubereiten, zu wissen und zu verinnerlichen: ab Montag geht´s los mit dem Entzug. Und ich spüre, es tut gut. Ich werde auch in Zukunft ab und zu mal Detox-Tage einlegen.

„Wenn ein Tier oder ein Mensch seine ganze Aufmerksamkeit und seinen ganzen Willen auf eine bestimmte Sache richtet, dann erreicht er sie auch.“- Hermann Hesse, Demian

 

Outfit-Inspirationen für das M´era Luna-Festival

In 2 Monaten ist es ENDLICH wieder soweit. Das M´era  Luna 2015 steht quasi vor der Tür und damit die alljährliche Frage: was zieh ich an!? In hatte genau zwei Bilder im Kopf, diese manifestierten sich und ließen keinerlei Zweifel auf dem Tisch. Es ist alles klar. Bock auf Punk! Peng! Pate für die Looks stehen diese Damen hier:

Nina Hagen
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Nancy Spungen
Nancy_Spungen

Ich finde beide Looks sehr cool und sie haben den entscheidenden Vorteil, dass ich das Meiste davon schon im Schrank hängen habe und nicht mehr shoppen gehen “muss”. Mein Konto wird es mir danken..! Aber machen wir uns nichts vor, der Großteil des Budgets wird für Merchandising drauf gehen. Ich meine, wieviele Band-Shirts braucht ein Mensch? Richtig: unendlich viele.

Zeit zurückzublicken auf so manche Mera-Luna-Looks. Schön war´s, Spaß hat es gemacht und wird es auch dieses Jahr wieder. Da bin ich ganz sicher. Los geht´s!

Schwarze Mary Poppins.. oder so ähnlich..Bild 282a

Mein geliebtes Schiffchen.. ich werde damit gerne für ne Stewardess gehalten.. Bild 1461a

Krone richten und weitergehen, oder so ähnlich,..crown

Big Hair, ansonsten destroyed..Bild 1529

Selfie-Queen werde ich nie, soviel ist klar!Samsunga

M´era Luna in Hildesheim, 08. + 09. August 2015 mit Apoptygma Berzerk, ASP, Rob Zombie, Blutengel, Mono Inc. u.v.m. Noch 49 Tage!!

Sunny! Yesterday my life was filled with rain..

Ohrwurm des Tages: von Boney M. Warum, wieso? Muss wohl am Wetter liegen, dummdidumm^^ Sonne am Sonntag, auch mal schön.

Outfit des Tages: Jeans am Leib und in der Hand. Made in Italy und France. Let´s go for a walk!

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“Sunny, yesterday my life was filled with rain.
Sunny, you smiled at me and really eased the pain.
The dark days are gone, and the bright days are here,
My Sunny one shines so sincere.
Sunny one so true, I love you.”

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Weird feelings

Was Facebook und andere sogenannte soziale Netzwerke mit sich bringen: virtuelle Freundschaften. Ich vergleiche sie gerne mit  Brieffreundschaften, wie ich sie früher als Kind und Jugendliche hatte. Eigentlich völlig fremde Menschen, denen man  jahrelang Briefe schrieb und welche zurück bekam.

Einen “Brieffreund” hatte ich über FB kennengelernt. Ich kam gerade aus dem Urlaub in den Staaten zurück, einer Neuengland-Rundreise im Indian Summer. Da hatte ich eine Nachricht aus Philadelphia im Brieffach. Ich wertete das als Zeichen, weil ich eigentlich nicht an Zufälle glaube. Schließlich war ich 5 Tage zuvor noch in seiner Heimatstadt unterwegs gewesen. Ich antwortete und so entstand die besagte “Brieffreundschaft”.

Es war seltsam, wir teilten denselben absolut kranken und schrägen Sinn für Humor. (Wo andere den Kopf schütteln, da lache ich mich schief). Ebenso den gleichen Musikgeschmack und wir mochten die gleichen TV-Shows. Wir lachten darüber, dass ich im Herzen Amerikanerin sein will und in den USA leben möchte, so wie er umgekehrt immer in Deutschland leben wollte wo seine Wurzeln liegen und er Verwandte hat, keine Stunde Fahrt von mir entfernt. Wenn eine neue Serie drüben startete die mir am Herzen lag, berichtete er mir sofort davon; so wie ich ihm reportete wenn in Deutschland ein für ihn wichtiger Boxkampf ausgetragen wurde.

Ich freute mich immer von ihm zu lesen, oder die Songs zu hören die er postete.  Er war jedenfalls ein positiver Faktor der mich zum Lachen brachte im Internet-Dschungel und Facebook-Wahnsinn. Als er vor 3 Monaten einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen musste, mailten wir auch über dieses Thema und ich versuchte ihn zu trösten so gut ich konnte. (Manchmal kann man sich den Menschen die einen nicht persönlich kennen vielleicht mehr öffnen, wer weiß. Wahrscheinlich weil sie vorurteilsfrei sind.)

Es hat mich sehr getroffen, als ich am Samstag auf FB von seinem Tode erfuhr. Die Tränen kullerten zu gleicher Zeit als mir bewusst wurde, dass ich ihn ja “gar nicht richtig” kannte. Aber man fühlt eben, was man fühlt. Ganz gleich ob logisch oder unlogisch, überzogen, dramatisch oder sonst wie deklariert. Schließlich hat man keine Schere im Kopf. Ich hätte ihm jedenfalls  etwas Besseres gewünscht als den Tod mit 39. Das alles über Facebook zu erfahren ist wohl der Geist der Zeit. Aber: ist es soviel anders als eine Zeitungsanzeige, oder die öffentlichen Bekanntmachungen im Rathaus? Ich wage zu sagen: nein. Besser so, als wenn nie mehr eine Antwort von ihm gekommen wäre und ich mich ewig gefragt hätte, warum.

Ruhe in Frieden Paul, schade dass wir uns nie persönlich kennengelernt haben.

See you on the other side?!

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