London calling.

Vor ca. anderthalb Wochen verschlug es mich und Bestie nach London. Wir hatten den Trip zu unserem letzten Geburtstag geplant und nun endlich konnten wir ihn in die Tat umsetzen. Der letzte London-Besuch war schon einige Jährchen her und ich hatte kaum mehr Erinnerung daran. Das hieß im Klartext: wir hatten keinen supercoolen Plan, wir wollten auch nicht alles anders machen als Andere und Geheimtipps hatten wir schon gar nicht. Was wir hatten: Reiseführer (für 9 € beim Buchhändler gekauft), Tasche, Klamotten, Geld, Ausweis. Der Plan war folgender: Stadt anschauen, Bier trinken, rumflanieren, kitschige Schnuppeprodukte erstehen und sich wie ein Kosmopolit fühlen. Yes!

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Wir hassen beide fliegen, ja, wir haben regelrecht Angst davor. Um so schöner wenn sich solch ein Anblick bietet. Ich ließ mich nicht lumpen und postete dieses Bild auf Instagram, allein schon aus Trotz weil ich irgendwo gelesen hatte wie langweilig solche Fotos seien und ja kaum noch Klicks brächten. Das widerum fand ich dekadent und widerlich. War unsere Gesellschaft schon so verroht, dass fliegen alltäglich geworden war und Bilder aus dem Flugzeug geschossen als langweilig wahrgenommen wurden? Für mich ist es nach wie vor besonders, besonders unangenehm, absolut nicht trivial und mit viel Alkohol verbunden. Wie sonst sollte ich meine coole Fassade wahren? Aber scheiß drauf, London ist nur einmal im Jahr..

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Ja, am schnellsten geht es mit der U-Bahn. In der Rush-Hour ein besonderes Erlebnis… zum Glück habe ich nur Höhen- und keine Platzangst. Höhe schlägt Menschenmenge, Schlange schlägt Höhe. Is klar, ne? Monk läßt grüßen.

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Arbeiterklasse: Ilford

In der Großstadt, besonders in der international stark frequentierten, fällt die klassische Schere zwischen arm und reich extrem auf. Ich kann mich nicht erinnern bei meinem letzten Aufenthalt soviele Obdachlose, Bettler und Junkies gesehen zu haben. Und im Gegensatz soviele Stinkreiche – und überhaupt die horrenden Preise, und zwar für alles. Irre.

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Aber hier in Ilford gab es für 5 Pfund reichlich zu essen. Vergiß eat cleaning.. hau rein und ignoriere den Verdacht, der Krautsalat könnte nen leichten Stich haben.

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Luxus: Mayfair

Hier wird man sozusagen seines Platzes verwiesen, es sei denn man ist ein Millionär/Milliardär arabischer Abstammung. Wir ließen es uns dennoch nicht nehmen einen gepflegten Spaziergang durch Mayfair zu absolvieren und im Sketch einzukehren. Kleiner Tipp am Rande: Reservierung und viel Bargeld nicht vergessen! Mein Glück, dass ich zuviele Highclass Blogs lese und dadurch vom traumhaften pinken Interior des Sketch wusste, und nicht zu vergessen den Ei-ähnlichen futuristischen Toiletten. Das Personal ist sehr nett und man wird auch nicht abgewiesen wenn man völlig verschwitzt und aussehend wie Dresden`45 daher kommt. Die Preise auch hier jenseits von allem – aber hey, die Garderobe war immerhin kostenlos!

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Home of Amy Winehouse: Camden

Ich habe noch nie soviele Piercing-/Tattoostudios auf einem Haufen gesehen. Den riesigen Camden-Market muss man zwar nicht unbedingt gesehen haben, Spaß gemacht hat es aber trotzdem sich durch die Stände zu wühlen. Abseits der fliegenden Händler gibt es wirklich schöne und originelle Sachen.

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Shop till drop: Carnaby Street

Glücklicherweise findet sich hier für jeden Geldbeutel etwas. Besonders Marken wie Monki oder Topshop haben tolle Klamotten.132 129 128

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits aus dem Hotel auschecken müssen und keinen Bock unsere Taschen mit durch die Stadt zu schleppen. Carnaby lag grobe Richtung Flughafen Heathrow.. also was tun? Wir fragten in der hiesigen U-Bahn-Station einen Schuhmacher ob er unsere Taschen gegen einen Obolus von 5 britischen Pfund bis zum Nachmittag bei sich unterstellen würde. Wir boten an, er dürfe unsere dreckige Wäsche nach vermeintlichen Bomben durchwühlen was auch verständlich wäre ob aller Anschläge die leider in letzter Zeit weltweit stattfinden. Er lehnte vollkommen vertrauensselig ab und verwahrte unser Gepäck ohne großes Gedöns. Wir empfehlen hiermit den „Mr. Minit“ im Underground, Ausstieg Oxford Circus offiziell wärmstens weiter! (Schließt sonntags um 18 h). Also hopp hopp!

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Hello Hyde Park!

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Ein Denkmal für Tiere! Mein Herz tanzt.

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Schnubbeprodukte.

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Die folgenden Bilder lassen sich zusammenfassen unter: alles mit dem Bus abgeklappert. Hop on. Hop off.

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Alltagshelden: Fensterputzer. Einerlei ob in New York oder London – wer an Seilen hängend in dieser Höhe seine Arbeit verrichten kann hat meinen Respekt. Und meine Hochachtung. Ich werde versuchen mich daran zu erinnern wenn ich mich wieder über meinen Job beklage, der bequem und mehr oder minder ohne lebensgefährliches Risiko am Bürotisch stattfindet. Stichwort: einschlafen und sich den angespitzten Bleistift ins Auge rammen zum Beispiel.

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Bye Bye London, es war mir ein Vergnügen.

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NO.

My name is no/my sign is no/my number is no.
You need to let it go… wo kommt dieser Ohrwurm bloß her?? Und wo geht er hin… und überhaupt – was ist die ganze Zeit über eigentlich los??

So zusammengefasst und rückblickend, wenn ich alles in einen Tag packen müsste:

Morgens…
…klickte ich mich wie immer durch diverse Modeblogs in denen ich erfuhr, dass ich unbedingt dranbleiben sollte weil bald über „spannende Projekte“ berichtet werden würde. Ich dachte mir, dass ich diesen Satz in letzter Zeit des Öfteren gehört hatte aber die „spannenden Berichte“ leider ausgeblieben waren und hatte somit keine Lust darauf zu warten. Desweiteren sparte ich mir den Klick auf die Affiliate-Links, weil es ohnehin nicht dazu kommen würde dies und das zu „shoppen“.  Die Autorinnen fand ich aber sehr hübsch. Und toll gekleidet versteht sich! Über „Feminismus“ und damit einhergehende sich gut verkaufende weiße Shirts mit schwarzem Aufdruck las ich so viele Artikel (für und wider) und auch über den Begriff an sich und ob man diesen nicht lieber in „Humanismus“ umwandeln sollte, das ich im Endeffekt nicht mehr wusste ob ich Feminismus gut oder schlecht fand und welcher Meinung ich denn überhaupt sein sollte. Zumindest meine Ansicht, Sexismus zu hassen wie die Pest, blieb.

Mittags…
…ließ ich mich von einer Person maßregeln die mich wie ein Schulkind ansprach, und von irgendetwas faselte das klang wie: „es ist nicht WAS du sagst sondern WIE du es sagst.“ Ich betrachtete das Gespräch daraufhin als beendet und dachte, es sei eine angemessene  Reaktion meinerseits den Hörer kommentarlos aufzulegen. Was ich dann auch tat. Ich fragte mich in welcher Rechenwelt 75% halbtags sind (das wären nämlich 50%) und warum man TEILZEITkräfte generell herabwürdigte (Neid?) und Selbigen das Recht auf Internetsurferei in der Pause absprechen wollte. („Das können die zuhause machen!“)

Als nächstes folgte ein verbaler Einlauf von einer anderen (Un)Person die mich anging, weil ich die Frechheit besaß, um Kontaktdaten eines Geschäftspartners zu bitten. Mir schossen Wortfetzen wie „oversexed“, „underfucked“ (und Schlimmeres) durch den Kopf, für die ich mich auch ad hoc schämte (Angst vor der Karmakeule) aber dennoch nicht verstand, warum sich diese Person für so überlegen und talentiert hielt. Nun, da gehen die Meinungen wohl auseinander. Weit. Auseinander.

Nachmittags…
…bekam ich ungefragt Meinungen zum Thema „Kinder im Gymnasium“ mitgeteilt. Angefangen von „werden zerstört“, über „müssen nach ein paar Wochen ohnehin die Schule wechseln“ bis hin zu „ich habe mehr als NUR 1 Kind worum ich mich kümmern muss“ und als Gipfel „deine Tochter hat mehr als nur 2 Erwachsene die mit ihr lernen können“. Oh. Ich öffnete mir ein Bier in der Plastikflasche (schlecht) mit praktischem Schraubverschluss, welches ich in einem Billig-Discounter erstanden hatte und fragte mich gleichzeitig, wie ich das abendliche Boxtraining halbbesoffen stemmen würde (gut). Beide Aktivitäten ließen mich das Thema vergessen in das sich andere und zuguterletzt auch ich mich so hineingesteigert hatte(n). Und doch blieb der Gedanke, wann mir denn der finale Stoß versetzt werden würde, und zwar der, dass mein Kind nur meinen persönlichen Ehrgeiz bedienen müsse und zudem fragte ich mich, wann ich endlich aufhören würde immer wieder gebetsmühlenartig zu wiederholen: „wegen MIR muss sie nicht aufs Gymi!!“ (sofort).

Abends…
…installierte ich Spotify auf meinem Smartphone und kam mir damit ungeheuer modern vor, alter CD-Käufer ich. Ha! Ich dachte mir, dass Ed Sheeran zwar aussieht wie ein Waldschrat aber dafür ausgleichender Weise absolut resolut wundervolle Musik macht und ich trotzdem die neue Depeche Mode CD körperlich brauchte, und sei es nur wegen dem Anstecker den man gratis dazu bekam, alter Fuchs ich. Und dem Booklet. Mein schiefer Gesang und graziöses Getänzel zu „Castle on the hill“ kam nicht besonders gut bei meiner 9-Jährigen an. Sie, und auch der Kater wie sie mir anvertraute, fanden das „sehr nervig.“ Ich machte mir nichts daraus und war nur minimal gekränkt. Anschließend beschloss ich, wieder einmal zu bloggen einfach so WIE ich es kann, nämlich ausschließlich ironisch, und die Schere aus meinem Kopf zu verbannen. Dann dachte ich noch eine Weile darüber nach wie wenig man andere Menschen ändern kann, und noch nicht einmal sich selbst…

Outfit: **freeze**

Dieses Bild entstand im Harald Glööckler Pop-up-Store. Sorry…. musste sein, übertrieben find ich gut 🙂
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Bei den momentan herrschenden arktischen Temperaturen fühle ich mich in Kuschelpulli und Jeans am wohlsten. Manko: ich finde die täglichen Outfits nicht wirklich inspirierend oder abbildbar.. nu ja. Originell ist auch wahrscheinlich was anderes. Außerdem oute ich mich hiermit als Frostbeule, darum war am Wochenende nur ein schneller Knipps mit dicker Jacke drin.  Minus 10 Grad Celsius sind nun auch wahrlich kein Pappenstiel. Was jedenfalls gar nicht in Frage kommt ist der Flanking-Trend mit nackten Knöcheln und Sneakern. Im Ernst, ich habe eine Zehntelsekunde darüber nachgedacht und mich dann selbst ausgeschimpft über diesen Schwachsinn. Was ist erstrebenswert an Lungenentzündung? Ehm.. gar nichts. Argumente die ich für und über diesen ausgemachten Blödsinn las brachten mich zum Wiehern: „Ich friere nicht an den Knöcheln.“ Ach so. Und im Sommer schnallen wir uns ab jetzt Moonboots an die Füße und argumentieren, dass wir an den Knöcheln nicht schwitzen während wir gepflegt und stilvoll in Ohnmacht fallen wegen Hitzschlag oder was. Watzefack.?!?

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Aber was jammere ich hier rum. Am Wochenende sah ich einen Obdachlosen an einer Bushaltestelle schlafen. Er lag zwar auf 3 gestapelten Matratzen und in mehreren Schlafsäcken, trotzdem lässt mich dieses Bild nicht los. Viele obdachlose Menschen sterben im Winter einen bitteren Kältetod. Ich frage mich warum dieser einsame Mann nicht zur Bahnhofsmission ging. Wie schlage ich einen eleganten Bogen von dieser traurigen Tatsache zu meinem Outfit-Post? Da gibt es keinen. Zumindest keinen blumigen. Leider ist es so, dass auf der einen Seite Menschen ohne Heim ihr Dasein fristen während wir auf der anderen unserer trivialen inneren Shoppingqueen frönen. Ich hatte einmal die Gelegenheit mit einem Obachlosen zu sprechen, er sagte „ich mache seit 20 Jahren Platte“. Er wolle es so, einen festen Wohnsitz könne er sich nicht vorstellen. Wir rauchten eine Zigarette und unterhielten uns eine Weile bis jeder wieder seiner Wege ging. Das Gespräch war nur kurz und die Begegnung ist inzwischen einige Jahre her, aber vergessen habe ich es nicht. An solchen Tagen denke ich wieder daran.

Das Outfit ist ein wild zusammengewürfelter Look aus bereits älteren Klamotten. Lagen über Lagen gaben die nützliche Wärme, Strumpfhose unter den Leggings fallen nicht weiter auf.

Ringelleggings: H&M
Tasche: H&M
Stulpen: uralt
Stiefel: Bershka
Lackmantel: New Yorker
Sternenschal: Only

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Lingerie vs. Pyjama

Momentan bin ich auf der Suche nach einem Pyjama. Seit Jahren penne ich in alten Shirts und Shorts, in kälteren Monaten in Longsleeves und bequemen Leggings. Seit neuestem geht mir das aber gegen den Strich und mir steht der Sinn nach einem Zweiteiler der nicht nur cool aussehen soll sondern vor allen Dingen bequem ist und wärmt. Bei Minusgraden nicht die schlechteste Idee. Außerdem könnte ich in so einem Ensemble auch souverän die Tür öffnen ohne rot zu werden. Da kam der Weihnachtsurlaub gerade wie gerufen, denn der ist für mich unter anderem dazu da, ausgiebige Stadtbummel zu unternehmen. Und so hatte ich richtig Bock auf das Unternehmen Schlafanzug. Irgendwoher blitzte auch der unangenehme Gedanke auf, wenn ich plötzlich ins Krankenhaus müsste, ich hätte nicht einmal einen Pyjama der sich sehen lassen kann. Nur Shirts mit so netten Sprüchen wie z.B. „Ich hasse euch alle“, „Niedlich kann mich am Arsch lecken“, „Satanischer Ritualmörder“.. und dergleichen. Man erkennt den alten EMP-Stammkunden natürlich in der ersten Sekunde. Oder die alten Sprüche von Mutter und Oma: „Kind, schau dass du keine Löcher in den Socken hast. Überleg mal, du hast einen Autounfall und musst ins Krankenhaus, und sie ziehen dir die Schuhe aus und du hast Löcher in den Socken! Undenkbar!!“

Been there, done that. Nur ereignete sich besagter Autounfall Samstag abends vor dem Ausgehen und ich lag in schönster Spitzenunterwäsche inkl. Stringtanga in meinem rückenfreien stylischen Krankenhausflügelhemd. Auch irgendwie nicht schön und durchaus etwas peinlich wenn man mit dem Infusionsständer heimlich in die Toilette abschiebt weil man der Bettpfanne entgehen will. Aber zurück zum Text, ich schweife ab.

Ich betrat die jeweiligen Unterwäsche/Nightwear Abteilungen und ich sah: sexy Unterwäsche, Spitze in rot, schwarz und weiß, Strapse, Netzbodies.. kurzum: erotische Lingerie in allen Farben und Formen für die erwachsene Frau mit einem aktiven Liebesleben. So stelle ich mir die Zielgruppe zumindest vor.  Direkt nebendran: Pyjamas für erwachsene Frauen, verziert mit: Wolken, Bärchen, Pinguinen, Mäusen, Pandabären, Herzchen. Kindisch und infantil bis zum Steinerweichen. „Pizza Party“ stand darauf oder ähnlicher Schwachsinn. Was ich hätte noch akzeptieren können wären Planeten oder Sterne gewesen. Ich exerzierte das Spielchen bei ca. 6 Geschäften durch und fand überall mehr oder minder das Gleiche vor. Hm. „Kommt schon, gebt mir Punkte oder Karos! Bitte!“ Flehte ich im Stillen. So ungefähr wie Jess bei „The new girl.“ Die sind doch schön!

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Für Ally Mc Beal bin ich schon zu weit weg.

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Ich gab auf und zog den Mann zu rate. Mit „zog“ meine ich im wahrsten Sinne des Wortes, ich zog ihn an der Hand durch die Abteilungen und zeigte ihm das vermeintliche Trauerspiel. Er fand es nicht weiter tragisch und meinte, ich solle die Planeten-Edition nehmen. Tat ich nicht. Auf die Frage, wie erotisch er eine Frau in einem Bärchen-Pyjama fände, zuckte er mit den Schultern und erwiderte, es würde ihn nicht stören oder gar abtörnen. Flashback: hatte sich je ein Mann in meinem Leben für schöne Unterwäsche  begeistern können und diese zu würdigen gewusst? Klares Nein. Größter Stellenwert für Dessous war schon seit jeher, husch husch aus mit dem Zeug und zwar schleunigst. Auf den Boden damit. Nacktheit rules.

Ich aber fragte mich, wie das Bild einer Frau heutzutage eigentlich dargestellt werden soll. Vor meinem inneren Auge entstand diese Abfolge: zuerst quasi die sexy, wilde Geliebte, raffiniert eingehüllt in erotische Dessous für schöne Stunden (oder Minuten?) zu zweit. Und danach verschwindet sie im Bad, putzt sich die Zähne, schminkt sich brav ab, knödelt sich die Haare auf und kommt im Hello Kitty Schlafanzug zurück ins Bett . Ich kann da keine Brücke schlagen, tut mir leid. Zumindest nicht für mich. Außerdem komme ich nicht umhin mir den dazugehörigen Mann vorzustellen. Die Diskrepanz könnte nicht größer sein. Was für eine Wahl im Lingerie und Pyjama-Segment hat er schon? Die Slips in schwarz, weiß oder grau. Schlafanzug in braun oder ähnlichen aufregenden Nichtfarben. Gäääähn. Jedenfalls existiert kein so großer Graben zwischen Unterwäsche und  Pyjama. Zumindest sah ich keinen Schlafanzug mit Charlie Brown, Tweetie und Woodstock für den Mann. Dafür aber mit Weihnachtsbäumen und Zuckerstangen. Naja. Macht mich dann auch nicht gerade wild…

Meine Vorsätze für das kommende Jahr 2017!

Dieser Blogpost an sich ist eine Rarität, weil ich mir an Silvester grundsätzlich nie etwas vornehme, oder besser gesagt: vornahm. Wenn, dann handelte es sich eher um erzwungene „Vorsätze“, so nach dem Motto: du hörst auf zu rauchen sonst ist Schluss! Unnötig zu erwähnen, dass ich zuerst heimlich rauchte – und dann den Typ in den Wind schoss. Soviel zum Erzwungenen im Leben. Entweder es kommt freiwillig von Herzen oder es hat keinen Wert. Umso bedeutungsschwangerer also, dass ich mir folgendes zu Herzen genommen habe:

Aus meinem Herz keine Mördergrube mehr machen.
Wiktionary erklärt diese Redewendung folgendermaßen: andere Redewendungen, die für Offenheit stehen:

  • kein Blatt vor den Mund nehmen
  • etwas frank und frei aussprechen
  • das Herz auf der Zunge tragen
  • Klartext sprechen
  • frei von der Leber weg reden
  • mit etwas nicht hinter dem Berg halten
  • seiner Zunge freien Lauf lassen

Ärger und Frust für sich zu behalten, in sich hineinzufressen und die eigene, vielleicht unbequeme Meinung nicht zu äußern, bringt auf die Dauer nur Bauchschmerzen und macht buchstäblich körperlich krank. Damit meine ich aber ausdrücklich nicht: haten. Gestänkere ist einfach blöd. Noch blöder: Herzensangelegenheiten anderer madig zu machen. Hat keinen Stil. Ich habe meine Lektion aus der Vergangenheit gelernt. Sagte ich was ich dachte, bekam ich Schwierigkeiten. Hielt ich die Klappe und zog mich aus allem raus bekam ich ebenso Kritik. Fazit: ist doch egal was man macht, irgendwer zieht immer eine Fresse! Wenn man Glück hat sagen sie es einem ins Gesicht und sind um Klärung bemüht, wenn man Pech hat geht es hintenrum und man erfährt es über Dritte. Igitt.

Mich nicht (mehr) unter Wert verkaufen.
Warum nur fällt es Frauen so schwer, ihren Wert und ihren Preis vor allen Dingen in geschäftlichen Angelegenheiten zu nennen und zu fordern? Zuviel Bescheidenheit tut hier nicht gut. Was nichts kostet ist nämlich auch nichts wert. Vielleicht könnte mir einmal eine „toughe Businessfrau“ beibringen wie man bei Gehaltsverhandlungen standfest, überzeugend und souverän bleibt? I will never learn.. Das weibliche Geschlecht ist nämlich gerne mal „dankbar“ für einen Job. Habe ich von einem Mann in dieser Form glaub ich noch nie gehört? Dankbar. Hm. Vermutlich wurde uns das jahrelang eingeimpft, bewusst oder unbewusst trauen sich nämlich viele nicht das zu nehmen was ihnen zusteht, sondern ziehen eher noch das Genick ein. Ich eingeschlossen. Doof. Aber ich lese das eben auch oft schwarz auf weiß, von „großen“ Bloggerinnen. „Ich durfte dies, ich durfte das, ich durfte jenes.“ Das hört sich nicht nach einer geschäftlichen Kooperation an, sondern nach einem kostenlosen Gefallen. Und das führt in die Irre und hinterläßt zumindest bei mir einen schalen Beigeschmack.

Zwei Boxeinheiten pro Woche, außer es geht donnerstags in die Fabrik.
Wenn der utopische Fall eingetreten ist, dass ein notorischer Couchpotato der wenn er schonmal aufsteht, lieber einen draufmacht – und in seinem Leben mehr Aspirin als Obst zum Frühstück hatte – als zum Sport zu gehen ein Workout gefunden hat, welches ihm Spaß macht dann sollte er dranbleiben. Denn eigentlich hat dieser unvernünftige Mensch keinerlei Interesse an Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, koronaren Herzerkrankungen, Schmerzen im Bewegungsapparat und all diesen hübschen Dingen die zu Volkskrankheiten geworden sind. Nö, da nimmt er lieber Muskelkater in Kauf. Wohlwissend, dass dieser Schmerz  zu etwas Gutem führt. Alla hopp…

Mir nicht mehr das immergleiche Gejammer von Leuten anhören, die zwar ihre Situation ändern könnten aber dies nicht tun (wollen).
Ich habe darauf keine Lust mehr. Ganz ehrlich, ich finds nur semicool…  ich halte mir in Zukunft die Ohren zu. Von den Fusseln an meinem Mund vom unnötigen Reden könnte ich meinen Katzen Pullover stricken. Suchts euch einen guten Friseur, Therapeut oder eine simple Parkuhr. Die nimmt nur einen Euro pro Stunde fürs Zuhören. Für gute Gespräche (Dialoge!!), konstruktive Kritik, Ratsuche u.ä. bin ich aber weiterhin offen und dankbar. Is klar ne!! Free drinks included. Wozu sonst wohne ich in einer Bar..

Erst denken, dann sprechen. Resp. Schweigen und mich teilweise gar nicht äußern.
Auch das werde ich vielleicht niemals lernen. Ständig rutscht mir irgendein Unsinn heraus. Meist unbedacht, oft verletzend, zu krass und beleidigend. Mit Tourette kann ich mich nicht herausreden, ich hab kein Tourette. So jetzt ist es raus. Ich habe überhaupt keine fancy Krankheit, null nada! Meine Persönlichkeit ist schuld.  Ich sollte einfach nur denken und dann sprechen. Ich übe das jetzt aber! Ich übe mich in Schweigen, das fällt mir nämlich unendlich schwer. Andere tun sich da um vieles leichter, wenn ich so überlege wie oft ich ins Leere laufe und keine Anwort bekomme… also, falls mir jemand 3 Wochen Schweigekloster finanzieren will, dann her mit der Kohle. Bankverbindung gibt´s per PN.

Nach wie vor das Wort „perfekt“ nicht benutzen.
Es gibt kein „perfekt“. Wenn ich des Öfteren lese, perfekt, perfekter, am perfektesten dann wird mir schlecht. Gerade  im Modebereich. Die perfekte Bluse. Die perfekte Jeans. Der perfekte Mantel. Schwachsinn. Gibts nicht. Bei all den verschiedenen Figuren auf dieser Welt, wo soll da ein in Masse hergestelltes Produkt perfekt auf hunderte Trägerinnen passen. Maßgeschneidert, joa da lasse ich mir den Ausdruck vielleicht gerade noch so gefallen. Tolerant wie ich bin, ha! Oder eine perfekte Beziehung… geschenkt. Gibbet ebensowenig. Wer erzählt, dass es Zuhause keine Unstimmigkeiten gibt, der lügt oder verdrängt. Außerdem müssen wir der unangenehmen Tatsache ins Auge sehen, dass wir nach der Brangelina-Trennung sowieso alle im Arsch sind! Wenn es ein Paar von solcher Schönheit, Talent, Reichtum und dazu noch einem Stall voll gesunden Kindern on top  nicht schafft – wer dann??? Wer mir jetzt unnötigerweise und sinnfrei erklären will, dass die Kids teilweise adoptiert sind – ICH WEISS. Auch ich gehöre zu den heimlichen Konsumenten der Prominews die sonst nie jemand liest oder anschaut. Gucken doch alle nur Kulturzeit oder haben keine Zeit für sowas. Genauso wie ich.

Ich verabschiede 2016 mit einem Schulterzucken und hoffe auf ein besseres Jahr. Mehr Todesfälle gehen nicht. Man traut sich ja kaum Nachrichten zu schauen oder das Handy einzuschalten. Zwar war ich nicht unmittelbar persönlich im Familien- oder Freundeskreis betroffen aber nicht minder getroffen was sich da im weiteren Bekannenkreis abspielte. Todesfälle, Krankheit, Unfälle, Pleiten Pech und Pannen soweit das Auge reichte. Mir reichts jetzt, ich geh shoppen… bis nächstes Jahr! LG eure Red

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Sign o´the times

Man könnte ja sagen, ich habe mir im Laufe der Zeit eine kleine Uhrensammlung zugelegt. Begonnen habe ich als Teenager mit einer DER damals angesagten Swatch Uhr. Dieser folgten noch zwei Swatch der Ausführung Baby-G mit Stoßschutz.

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Ich liebte diese Armbanduhren heiß und innig und sie hatten eine immense Wertschätzung und einen hohen Stellenwert meinerseits inne. Warum? Ich hatte nur diese drei und besaß mit 21 zarten Lenzen noch nicht die Kaufkraft wie heute. Für Designermode und Schmuck interessierte ich mich nicht, außerdem kam das geldmäßig überhaupt nicht in Frage. Dass jeder, wirklich jeder, in meinem Umfeld diese Uhren trug störte mich nicht. Ganz im Gegenteil. Sie gab innerhalb der Clique ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das änderte sich mit zunehmenden Alter. Plötzlich waren mir die Swatch zu laut, zu bunt, zu grell. Ich begann mich für elegantere Modelle zu interessieren. Außerdem war ich aus der Clique, aus Workerhosen und Buffalo-Brocken an den Füßen herausgewachsen.

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Stressed out?

Was ist in der Adventszeit eigentlich los? Warum hat man ständig so viel um die Ohren und wie lässt sich das dezimieren, respektive abstellen? I have no fucking idea. Ich bin nur froh, wenn dieses Zweitausendfickzehn endlich vorbei ist. Jemand hat mal zu mir gesagt, Schaltjahre seien keine guten Jahre. Ich habe mir das gemerkt, damals. Und dieses gefährliche Halbwissen auch ab Januar ständig gepredigt, und zwar allen die es hören wollten. Und denen, die es nicht hören wollten auch. Nur ein Beispiel: am 10. Januar starb David Bowie und ich wertete das als sehr schlechtes Zeichen für das noch junge, geradezu jungfräuliche Jahr. Nun maße ich mir nicht an mich als Fan oder Insider zu bezeichnen, aber manchmal ist es doch so: erst wenn etwas Großartiges weg ist bemerkt man, wie einschneidend der Verlust ist und wie einzigartig der Mensch oder die Sache die er geschaffen hat, war.

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Sweater: H&M
Socks: H&M
Boots: Bershka
Rock: Vintage

Amsterdam II

Amsterdam ist auch im Dezember sehr schön und hat seinen eigenen, ganz speziellen Reiz. Wenngleich der Aufenthalt nur kurz war, so war er doch nicht minder intensiv und  beeindruckend. Obwohl ich zugeben muss, dass die Menschenmassen und Killerfahrräder mir doch etwas auf die Nerven gehen. Ständig aufzupassen dass die Radler einen nicht über den Haufen fahren stresst mich, da ist das Dauergehupe in New York ein Dreck dagegen und Paris weitgehendst ruhig 😉 Wer denkt ich übertreibe, der weiß nicht, dass ich in hundert Millionen Jahren noch NIE übertrieben habe..

Naja, die Dorfpflanze lässt grüßen. Die Großstadt ist unsereins einfach nicht gewöhnt. Obwohl ich mir sehr gut vorstellen könnte in einer Stadt zu wohnen, wo vor der Haustür das bunte Leben pulsiert und man alles zu Fuß oder per Bahn erreichen kann. Wozu braucht man da ein Auto? Das funktioniert wahrscheinlich eh nicht mangels Parkmöglichkeit. Da wo ich lebe ist man ohne Auto zwar nicht komplett aufgeschmissen, aber mit auf jeden Fall besser dran. Was fehlt ist die Inspiration, das Aufregende und Vielseitige. Ich schätze mal, alles hat seine Vor-und Nachteile, wie alles im Leben eigentlich. Dafür zahlt man hier nicht ein Vermögen für Wohnraum. Da hätten wir wieder einen Vorteil.

Jedenfalls sind hier ein paar winterliche Impressionen aus dem liberalen und mir ans Herz gewachsenen Amsterdam, welches ich nur ab und zu besuchen kann bis ich mir ein schickes Loft an der Prinsengracht leisten kann.

066 064 060 Continue reading

#ootd: Floral dress

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Dieses Jahr konnte mit einer Menge „cooler“ Trends aufwarten:

  • Bomberjacken in allen Farben, bestickt oder pur. Been there, done that. Meine erste Bomberjacke hatte ich mit 14. Sie war mein Stolz und meine Freude. Die Schulkollegen durften (mussten) auf dem orangefarbenene Innenfutter mit schwarzem Edding unterschreiben. Scheiße was waren wir cool!! Vor ca. 3 Jahren versuchte ich mich in einem Revival mit einer schwarzen Bomberjacke aus dem Army-Store meines Vertrauens. Die Rechnung ging nicht auf… ich sah aus wie ein Preisboxer. Die Jacke gammelt nun ungetragen im Ankleidezimmer vor sich hin. Money for nothing.
  • Die Farbe rosa. Ein Mega -Trend, bevorzugt in Form von Arbeiter-Stiefeln, kuscheligen Pullovern und It-Pieces aus Samt. Zugegeben, besagte Stiefel hätte ich schon gerne. Den rosa Pullover aus Samt auch. Und die Bucket-Bag, ich finde sie einfach wunderschön. Ach, was sagen die Firmen-Insider, es gibt kein Weihnachtsgeld? Mal wieder? Noch so ein Trend! Tja, kein rosa für mich, in gar keiner Form. Gestrichen. Genau wie meine Gratifikation.

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